Kommentar zur Schulstraße zwischen Kardorf und Merten Sperrung ist nicht sinnvoll

Meinung | Bornheim · Die Bornheimer Kommunalpolitiker fordern vom Rhein-Sieg-Kreis eine Freigabe der gesperrten Schulstraße zwischen Kardorf und Merten, die nach dem Umbau im März 2016 aus ihrer Sicht keinen Umfallschwerpunkt mehr darstellt.

 „Durchfahrt verboten“ heißt es auf der Schulstraße in Kardorf, die in die Schubertstraße in Merten mündet. FOTO: VOGEL

„Durchfahrt verboten“ heißt es auf der Schulstraße in Kardorf, die in die Schubertstraße in Merten mündet. FOTO: VOGEL

Foto: Axel Vogel

Straßen sind dazu da, dass man auf ihnen fährt. Da bildet auch das Teilstück der Schulstraße zwischen der Altenberger Gasse und der Kreuzung mit der Schubert- und der Offenbachstraße keine Ausnahme. Es ist daher gut, dass es in Bornheim den Konsens gibt, die Straße wieder für den Autoverkehr freizugeben – zumal Bornheims Bürgermeister Wolfgang Henseler nicht müde wird zu betonen, dass es sich bei der Verbindung nicht um einen Feld- oder Wirtschaftsweg, sondern um eine ganz normale Straße handelt.

Sicher: Wenn die Kreuzung in Merten, in die die Schulstraße mündet, als Unfallschwerpunkt bekannt ist, muss etwas getan werden. Die Zufahrtsstraße aber einfach zu sperren hat in der Tat etwas von einem Schildbürgerstreich. Zöge man diesen Ansatz konsequent durch, gebe es in Bornheim, im Linksrheinischen, ja im gesamten Kreisgebiet wohl bald unzählige Straßen, die gesperrt wären. Das ist nicht im Sinne des Erfinders.

Daher sollten sich Stadt und Kreis schleunigst Gedanken machen, wie der Kreuzungsbereich durch Schilder oder bauliche Maßnahmen sicherer gestaltet werden kann. Die Ideen des Kardorfer Ortsvorstehers Herbert Gatz sollten Eingang in die Gespräche finden. Klar: Weitere Bauarbeiten kosten Geld. Allerdings müssten Autofahrer durch die Freigabe der Schulstraße keine unnötigen Umwege fahren und würden so zudem die engen Straßen Rösbergs, Hemmerichs und Kardorfs entlasten. Das Geld wäre also gut investiert.

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