Radweg in Bornheim Stadler hält an Anträgen zum Radweg fest

Bornheim · Der SPD-Ratsherr aus Roisdorf fordert weiterhin eine Planung einer Alternativroute für die Strecke zwischen Bornheim, Alfter und Bonn. Am Donnerstag beschäftigt sich der Rat mit dem Thema.

 Entlang der Bahnlinie 18 zwischen Aeltersgasse und Siefenfeldchen gibt es keinen Radweg, der ausgebaut werden könnte.

Entlang der Bahnlinie 18 zwischen Aeltersgasse und Siefenfeldchen gibt es keinen Radweg, der ausgebaut werden könnte.

Foto: Roland Kohls

Harald Stadler gibt nicht auf. Da der Ausschuss für Stadtentwicklung seinen Vorschlägen zur geplanten Radpendlerroute nicht gefolgt ist, will der Roisdorfer SPD-Ratsherr in der am Donnerstag anstehenden Ratssitzung (18 Uhr, Ratssaal) einen erneuten Vorstoß unternehmen.

Wie berichtet, hatte der Ausschuss einen Grundsatzbeschluss zur Planung des ausgebauten Radwegs zwischen Bornheim, Alfter und Bonn beschlossen.

Diesen muss der Rat nun bestätigen. Danach werden die Details der Strecke durch ein Planungsbüro erarbeitet. In der Ausschusssitzung hatte Stadler jenseits seiner Fraktion einen Antrag mit drei zusätzlichen Aspekten eingebracht.

Alternativroute geplant

Zum einen sollte nach seinem Willen eine Alternativroute geplant werden, die nicht in Bornheim-Ort, sondern erst an der Stadtbahnhaltestelle „Bornheim Rathaus“ beginnt. Auch solle die Route in Roisdorf anders als vorgesehen verlaufen. Ebenso forderte Stadler eine Stellungnahme der Unteren Landschaftsbehörde ein sowie eine Anliegerversammlung.

Hintergrund ist, dass die Route nach den vorliegenden Plänen zwischen Aeltersgasse und Siefenfeldchen durch einen geschützten Landschaftsteil verlaufen soll. Auch gibt es hier keine vorhandenen Wege, auf denen aufgebaut werden könnte. Der Ausschuss hatte dem Ansinnen Stadler mehrheitlich eine Abfuhr erteilt.

Erneute Antragsstellung

In der Ratssitzung wolle er seine Anträge erneut stellen, teilte Stadler mit. Es könne nicht sein, dass bei jedem privaten Bauvorhaben Stadtrat und Umweltverbände kritisch begutachten, ob sich im Bereich des Vorhabens eine geschützte Fauna und Flora befinde, in diesem Fall die Stadt aber keine umweltverträgliche Untersuchung in Auftrag gegeben habe und bis heute nicht mit allen betroffenen Grundstückseigentümern und Anliegern gesprochen habe, so Stadler.

In Roisdorf sei eine Alternativroute entlang der Roisdorfer Wolfsburg möglicherweise notwendig, „wenn die Grundstückseigentümer, über deren Eigentum jetzt ein nur für Radfahrer zu nutzender Weg gebaut wird, den Verkauf ihrer Fläche ablehnen“, teilte der SPD-Ratsherr weiter mit.

Auch nahm er Bezug darauf, dass im August ein Förderantrag für das Projekt gestellt werden solle. Stadler: „Erst danach soll offensichtlich mit den betroffenen Grundstückseigentümern gesprochen werden. Ist der Antrag auf Förderung einmal gestellt, und müssen später mit Änderungen Nachbesserungen erfolgen, verzögert oder gefährdet dies bekanntlich eine Fördermaßnahme.“

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