1. Region
  2. Voreifel & Vorgebirge
  3. Bornheim

Nach Nachbarschaftsstreit: Stadt Bornheim lässt Hang am Ehrental sichern

Nach Nachbarschaftsstreit : Stadt Bornheim lässt Hang am Ehrental sichern

Lange Zeit hatte sich der Roisdorfer Marcus Offermanns über ein zugewuchertes Nachbargrundstück geärgert und sogar eine Anwältin eingeschaltet. Nun wurden dort Äste und Sträucher zurückgeschnitten.

Der „Dschungel“, der von einem Hanggrundstück an der Straße Ehrental in Roisdorf auf den Bürgersteig herüberwucherte, ist gekappt. Dies erledigte eine Firma im Auftrag der Stadt Bornheim, nachdem sich der Nachbar Marcus Offermanns mehrfach bei der Verwaltung beschwert und sogar eine Anwältin eingeschaltet hatte ( der GA berichtete).

Das Zurückschneiden der Äste und Sträucher sei im Zuge der Bauarbeiten für die Verlegung von Glasfaserkabel geschehen, hieß es bei der Stadt Bornheim. Danach sei der Bürgersteig auch asphaltiert worden und jetzt wieder begehbar. Der Hang sei jetzt auch gegen Abrutschen gesichert. Momentan gehe von dem Grundstück keine Gefahr aus.

Auch eine Anwältin war eingeschaltet

Offermanns, der seit 2013 am Ehrental wohnt, hatte die Stadt Bornheim erstmals 2014 über den Zustand des Grundstücks informiert, zuletzt über seine Anwältin am 17. April dieses Jahres. Aber es passierte nichts. „Obgleich Abhilfe zugesagt wurde, zuletzt in Form einer Ersatzvornahme, ist seit Monaten nichts veranlasst worden“, schrieb die Anwältin an die Stadt. Ein städtischer Sachbearbeiter habe erklärt, aufgrund von Erkrankungen von Mitarbeitern könnten keinerlei Maßnahmen durchgeführt werden. Und weiter: „Dieser Zustand ist nicht hinnehmbar. Es ist völlig befremdlich, dass es nicht möglich ist, einen Missstand zu beseitigen, weil angeblich Personal dauerhaft erkrankt ist.“

Ende 2018 hatte Grundstückseigentümer Franz-Josef Faßbender innerhalb eines zivilrechtlichen Verfahrens Pflanzen auf dem Grundstück zurückgeschnitten. Dabei sei zutage gekommen, so die Anwältin, dass Erdmassen vom Hanggrundstück bereits auf den Bürgersteig gerutscht seien. Offermanns hatte befürchtet, dass weiteres Erdreich nach starken Regenfällen auf öffentlichen Grund und auf sein Grundstück rutsche. „Dies stellt eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit dar“, schrieb die Anwältin und bat die Stadt Bornheim mit Schreiben vom 2. Januar 2019 „dringend“ darum, Maßnahmen zu ergreifen. Dies ist nun geschehen.