Rewe-Markt in Waldorf Supermarkt darf erweitern

Bornheim-Waldorf · Nachdem die Politik letzte Verfahrensschritte abgesegnet hat, soll der Umbau der Filiale am Donnerbachweg im ersten Quartal 2017 beginnen.

 Der Waldorfer Rewe-Markt am Donnerbachweg. FOTO: AXEL VOGEL

Der Waldorfer Rewe-Markt am Donnerbachweg. FOTO: AXEL VOGEL

Foto: Axel Vogel

Anfang November 2012 hatte sich die Bornheimer Politik erstmals mit der geplanten Erweiterung des Rewe-Marktes in Waldorf beschäftigt. Jetzt – also rund dreieinhalb Jahre später – steht das Verfahren vor dem Abschluss. Sofern der Stadtrat am Donnerstag, 7. Juli, 18 Uhr, Ratssaal, das Votum bestätigt, das nun der Ausschuss für Stadtentwicklung gefasst hat, kann das Einzelhandelsunternehmen an die Umsetzung seines Vorhabens gehen. Vorgesehen ist, den bisherigen, mehr als 30 Jahre alten Markt abzureißen und ihn durch ein größeres Gebäude zu ersetzen. Bürgermeister Wolfgang Henseler rechnet damit, dass die Baugenehmigung schnell erteilt werden kann.

Bei einer Gegenstimme von Max Lambertz (FDP) sprach der Ausschuss als Empfehlung an den Stadtrat aus, den entsprechenden Bebauungsplan sowie den dazugehörigen städtebaulichen Vertrag zwischen der Stadt und Rewe zu beschließen. Für Erheiterung bei den Ausschussmitgliedern von SPD, Grünen und UWG sorgte eine Aussage von Günter Knapstein (CDU). Wer die Situation des Marktes kenne, wisse um die Dringlichkeit des Betreibers zur Erweiterung, meinte Knapstein. Ute Kleinekathöfer (SPD) hätte daraufhin fast gelacht. „Das reizt jetzt“, sagte sie. Der Markt könnte schon fast fertig sein, wäre die CDU früher zur Einsicht gekommen. „Wenn Sie nicht blockiert hätten, wäre der Markt schon eröffnet“, sagte wiederum Hans Gerd Feldenkirchen (UWG) in Richtung der Union.

Das bisherige Gebäude soll abgerissen werden

Bekanntlich hatten CDU und FDP im Juni 2015 gefordert, dass die Erweiterung des Marktes kleiner ausfallen soll als geplant. Statt der bisherigen 1100 Quadratmeter Verkaufsfläche sollen den Plänen von Rewe zufolge 1700 Quadratmeter zur Verfügung stehen – plus Getränkemarkt. Union und Liberale wollten hingegen die Vergrößerung auf maximal 1300 Quadratmeter begrenzen, unter anderem mit Verweis auf das Einzelhandelsstandort- und Zentrenkonzept der Stadt.

Allerdings hatte der Investor der Stadt signalisiert, dass er nicht von den 1700 Quadratmetern abrücken will. Im November 2015 hatte die CDU dann erklärt, nicht mehr gegen die avisierte Vergrößerung zu sein. „Demokratische Prozesse in einer Fraktion dauern manchmal länger“, sagte CDU-Mann Lutz Wehrend dazu jetzt in der Ausschusssitzung. Max Lambertz bekräftigte die Ablehnung durch die FDP. Die angedachte Größe widerspreche dem Zentrenkonzept, sagte er.

Auf Initiative von Markus Hochgartz (Grüne) beschloss der Ausschuss zudem, dass die Verwaltung ein Augenmerk auf eine barrierefreie Zuwegung des neuen Marktes haben soll.

Laut Markus Stenger, Geschäftsführer und Inhaber des Marktes in Waldorf, sollen die Arbeiten im ersten Quartal 2017 beginnen. Wie er im Gespräch mit dem General-Anzeiger sagte, sei geplant, während der Bauarbeiten den Supermarkt in den Getränkemarkt zu verlagern, ohne dabei das Sortiment verkleinern zu müssen.

Der Supermarkt passe in seiner jetzigen Größe genau in den Getränkemarkt hinein, erläuterte er. Für Metzger, Bäcker und die Lotto-Stelle soll es während der Arbeiten Verkaufswagen vor dem Gebäude geben, der Getränkeverkauf soll auf einem anderen Teil des Grundstücks stattfinden.

Darüber hinaus wird der Investor zehn zusätzliche Stellplätze am Feldchenweg bauen, die den Mitarbeitern vorbehalten sein sollen. Die zusätzlichen Parkplätze gehen letztlich auf eine Initiative der UWG zurück. Für den dafür notwendigen Ausbau der Straße ist nach Angaben der Stadtverwaltung ebenfalls der Investor zuständig.

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