Verkehrssicherheit in Bornheim Tempolimit soll Raser auf der K 33 bei Bornheim bremsen

BORNHEIM · Die tödlichen Unfälle auf K33 und Zweigrabenweg haben die Unfallkommission des Kreises auf den Plan gerufen. Die Experten wollen die gefährlichen Abschnitte entschärfen.

Mit Tempolimits, zusätzlichen Hinweisschildern und punktuellen Geschwindigkeitsmessungen will die Unfallkommission des Rhein-Sieg-Kreises gefährliche Strecken im Vorgebirge entschärfen: den Zweigrabenweg zwischen der Einmündung der Kreisstraße 33 und Bornheim-Hemmerich sowie die viel befahrene K33 zwischen Bornheim-Rösberg und Weilerswist-Metternich, auf der es in den vergangenen Jahren ebenfalls zu einer Reihe schwerer Unfälle gekommen war ( der GA berichtete). Die Unfallkommission hat sich die unfallträchtigen Strecken bei einem Ortstermin angesehen, wie Kreissprecherin Rita Lorenz auf Anfrage mitteilte.

Auf ihren Beschluss hin soll nun auf dem Zweigrabenweg das Tempo streckenweise auf 70 Stundenkilometer reduziert werden. Bislang gilt auf der Straße eine Höchstgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern. Zudem soll in Fahrtrichtung Hemmerich vor einem Wirtschaftsweg ein weiteres Radroutenschild aufgestellt werden. Es werde auf der linken Fahrbahnseite installiert, so Lorenz. Ein entsprechendes Schild stehe bereits auf der rechten Fahrbahnseite, wenige Meter vor der Einmündung eines Wirtschaftsweges.

Im Mai starb ein Radfahrer auf dem Zweigrabenweg

Dieser Wirtschaftsweg wird vor allem von Radfahrern oft genutzt. Gerade in der Nähe dieses Weges war es in der Vergangenheit immer wieder zu schweren Unfällen auf dem Zweigrabenweg gekommen. Zuletzt hatte sich am 18. Mai ein verheerender Unfall auf dem Zweigrabenweg ereignet: Ein 69 Jahre alter Radfahrer, der auf den Wirtschaftsweg abbiegen wollte, war von einem 28 Jahre alten Autofahrer erfasst worden. Der 69-Jährige starb an den Unfallfolgen.

Insgesamt waren auf dem Zweigrabenweg laut Bonner Polizei zwischen 2008 und 2018 zwei tödliche Unfälle zu beklagen. 2008 war schon einmal ein Radfahrer in diesem Bereich bei einer Kollision gestorben. Wegen der Unfälle dort, vor allem in einer S-Kurve, war die Strecke zwischen 2009 bis 2013 schon einmal als Unfallhäufungsstelle geführt worden.

Allerdings hatten dabei Alleinunfälle bei Nässe im Fokus gestanden, denen der Kreis mit dem Aufstellen eines Gefahrenzeichens „Schleuder- und Rutschgefahr“ begegnete. Da das Unfallgeschehen in den folgenden Jahre laut Polizeistatistik unauffällig blieb, sei das Merkmal „Unfallhäufungsstelle“ im Jahr 2013 gelöscht worden, so der Kreis.

Auf der K33 ist bisher Tempo 100 erlaubt

Auch die K33 zwischen Bornheim-Rösberg und Weilerswist-Metternich nahm die Unfallkommission jetzt nochmals in Augenschein: Auf der Strecke ereignete sich in den vergangenen Jahren eine Serie besonders folgenreicher Unfälle. Allein zwischen 2015 und 2017 sind drei tödliche Unfälle auf der K33 bei der Polizei aktenkundig. Auf der gut ausgebauten Strecke gilt bislang durchgehend Tempo 100.

Was vor allem Rösbergs Ortsvorsteher Peter Tourné seit einiger Zeit über ein Tempolimit oder zumindest das Hinweisschild „Gefährliche Wegstrecke“ nachdenken lässt. Schließlich hat die Strecke aus seiner Sicht vor allem für Fahrer, die gern schnell fahren, „den Charakter einer Carrerabahn“. Zudem fordert der Rösberger Ortsvorsteher, die K33 solle nicht mehr als Ausweichstrecke vorgeschlagen werden.

Ferner hält er den Bau eines Radweges für sinnvoll. Laut Kreissprecherin Lorenz hat die Unfallkommission jetzt allerdings nur beschlossen, die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf der K33 verstärkt mit mobilen Messgeräten zu überwachen.

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