Beschluss im Bürgerausschuss Überraschende Wendung in der Roisdorfer Laternendebatte

Bornheim-Roisdorf · Die Verwaltung soll nun doch eine provisorische Beleuchtung nahe der Bahnhofsunterführung prüfen. Wie es dazu kam, dass der Bürgerausschuss jetzt diese Forderung aufstellt.

 Am Bahnhof von Roisdorf gibt es nachts zu wenig Licht für Passanten und Reisende.

Am Bahnhof von Roisdorf gibt es nachts zu wenig Licht für Passanten und Reisende.

Foto: Axel Vogel

Seit Jahren ist die Beleuchtung der Straße Rosental hinter dem Roisdorfer Bahnhof immer wieder Thema. So auch am Dienstag im Bürgerausschuss. Dort gab es jetzt eine unerwartete Wendung.

Konkret ging es um den Antrag des ehemaligen SPD-Ratsmitglieds und Roisdorfer Ortsvorstehers Harald Stadler. Wie der GA berichtete, soll die Stadt nach Stadlers Vorstellungen die Straße zwischen dem ehemaligen Emka-Markt und der Unterführung zum Roisdorfer Bahnhof mit Laternen versehen. Ein Anliegen, dass die Verwaltung aus verschiedenen Gründen als nicht umsetzbar ablehnte.

Entscheidung erst im Mai

Für Stadler nicht nachvollziehbar. Er überzeugte die Fraktionen noch in der Sitzung, dass die Verwaltung vor einer Entscheidung der Politik prüfen solle, ob und wie eine provisorische Beleuchtung doch aussehen könnte. Hintergrund: Die Straße Rosental soll erst im Rahmen der geplanten Umgestaltung des Bahnhofsumfelds ausgebaut werden. Das Ergebnis der Prüfung soll im Mobilitäts- und Verkehrsentwicklungsausschuss am Dienstag,14. Mai, vorliegen, die Entscheidung in puncto Beleuchtung erst dann fallen.

Mit ihrem einstimmigen Votum folgte der Bürgerausschuss der Argumentation des Sozialdemokraten und stellvertretenden Vorsitzenden des Bornheimer Seniorenbeirats, der noch einmal deutlich machte, dass dem Sicherheitsbedürfnis von Senioren und Pendlern, die dort ihre Wagen abstellen und den Zug nach Köln oder Bonn nehmen, derzeit nicht genügend Rechnung getragen werde.

Der Roisdorfer machte konkrete Vorschläge. Ginge es nach ihm, könnten einige Lampen des Emka-Parkplatzes entweder am seitlichen Fußweg oder an den dort vorhandenen Strommasten platziert werden. Das sei laut Stadler auch finanziell möglich. Argumente, die die Verwaltung nicht stehen lassen wollte.

Schon in der Vorlage hatte sie deutlich gemacht, dass der betroffene Straßenabschnitt ein Provisorium sei und Verkehrsteilnehmer daher nur eine eingeschränkte Nutzung erwarten könnten. Die Straße mit einer Breite zwischen fünf und sechs Metern sei für die Aufstellung von Laternen zu schmal, die Seitenflächen gehörten außerdem nicht der Stadt, sondern befänden sich in Privatbesitz.

Schlagabtausch mit Amtsleiter

An dieser Feststellung entzündete sich ein Schlagabtausch zwischen Stadler und Guido Broich, Leiter des Tiefbau- und Straßenverkehrsamts. Denn nach Ansicht des SPD-Mannes sind die Seitenflächen sehr wohl im Eigentum der Stadt. Dabei verwies er auf eine nicht öffentliche Entscheidung des Stadtentwicklungsausschusses von 2018. „Seitens der Verwaltung bemüht man sich immer zu betonen, was nicht machbar ist. Man verschwendet keinen Gedanken daran, ob es nicht doch Möglichkeiten gibt“, ärgerte sich Stadler. Aber: Sollte die Beleuchtung diesmal kommen, würde „mit kleinem Geld eine große Wirkung erzielt werden“.

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