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Verkehrschaos blieb aus: Geplanten Kreisel in Roisdorf kommt nicht

Verkehr am Suti-Center : Kreisel in Roisdorf kommt doch nicht

Die Bornheimer Politik hat das Projekt Kreisel an der Bonner Straße aus dem Straßenbauprogramm gestrichen. Die Begründung hängt mit dem nahgelegenen Suti-Center zusammen.

Jahrelang wurde darum gerungen, nun sind die Pläne für einen Kreisverkehr an der Kreuzung Bonner Straße/Herseler Straße/Siegesstraße im Bornheimer Stadtteil Roisdorf kurz und bündig beerdigt worden.

Auf Antrag der CDU haben die Mitglieder des Bornheimer Mobilitäts- und Verkehrsentwicklungsausschusses das Projekt jetzt aus dem städtischen Straßenbauprogramm gestrichen. Die Entscheidung erfolgte gegen die Stimmen der Grünen. Endgültig ist der Beschluss, wenn der Bornheimer Doppelhaushalt 2021/22 in einigen Wochen beschlossen wird.

Der Plan für den Kreisel hatte mit dem Bau des Roisdorfer Einkaufszentrums (Suti-Center) tun. Im Raum standen Überlegungen, ob ein Kreisel an der Stelle notwendig sei, um ein erhöhtes Verkehrsaufkommen und den damit einhergehenden Lärm besser zu bewältigen.

Verkehr nahm nicht wie erwartet zu

„Spätestens seit der Fertigstellung der Landesstraße 183n und auch nach Eröffnung des Suti-Centers zeigt sich jedoch, dass das Verkehrsaufkommen nicht in der Höhe anfällt, wie damals angenommen beziehungsweise erwartet“, sagte CDU-Fraktionsgeschäftsführer Sascha A. Mauel dem General-Anzeiger auf Anfrage. Mit der vorhandenen Ampel könne das Verkehrsaufkommen nach wie vor gut bewältigt werden, auch und gerade zu Stoßzeiten.

Weiter wies Mauel darauf hin, dass der Kreisel dem Stand der Planungen nach schwierig zu bauen wäre, da er entweder in einer Schräglage in Richtung Hersel angelegt werden müsste oder – bei einer Verschiebung in Richtung Siegesstraße – einige alte Bäume zu fällen wären. Mauel: „Da der Kreisverkehr in mehreren Haushaltsplanentwürfen enthalten war, jedoch bis heute nicht errichtet wurde und nach unserer Auffassung die Notwendigkeit zur Errichtung dort nicht mehr gegeben ist, haben wir konsequenterweise beantragt, die Position zu streichen.“

Die Stadtverwaltung wollte dem Vorschlag eigentlich nicht folgen. In ihrer Stellungnahme wies sie auf die 2019 erstellte Verkehrsprog­nose 2030 hin, in der der Bau des Kreisels aufgrund der allgemeinen Verkehrsentwicklung empfohlen wird. Dem Vorschlag der Stadtverwaltung, die Situation nochmals zu untersuchen, folgten die Mitglieder des Ausschusses allerdings nicht.