Wasserversorgung in Bornheim Welche Rohre werden gebraucht?

Bornheim · Der Stadtbetrieb Bornheim (SBB) schlägt sich aktuell mit einem nicht ganz unwichtigen Problem herum. Auf der einen Seite müssen Leitungen zum Wassertransport erneuert werden, auf der anderen Seite steht aber nicht fest, welche Leitungen in Zukunft überhaupt noch benötigt werden.

Von

Das hängt nämlich mit der möglichen Umstellung der Wasserversorgung in Bornheim zusammen.

SBB-Vorstand Ulrich Rehbann erläuterte das Problem an einem Beispiel: Im Rahmen des Ausbaus des Apostelpfads (der GA berichtete) sei auch vorgesehen, die in der Straße verlaufende Transportleitung zu erneuern. Dazu müsse man aber zunächst wissen, wie der Bedarf der Leitung nicht nur im aktuellen Versorgungskonzept, sondern auch in einem möglichen zukünftigen sei, sagte Rehbann weiter.

Allgemein müsse geklärt werden, woher das Wasser in Zukunft komme und ob dann noch alle Rohre gebraucht würden. Erst wenn das feststehe, könne man klären, ob und wann welche Transportleitungen saniert werden – unter anderem auch die Transportleitung zwischen Sechtem/Merten und Walberberg.

Bedeutung der Leitungen bewerten

Daher benötige der Stadtbetrieb die Erarbeitung eines hydraulischen Modells, so Rehbann – also ein angepasstes Rechenmodell für die Netzhydraulik. „Mit diesem Instrument hätte der Stadtbetrieb bei der Planung von Erweiterungs-, Sanierungs- oder Erneuerungsmaßnahmen im Rohrnetz die Möglichkeit, die Bedeutung von Versorgungsleitungen sowohl im aktuellen Wasserversorgungskonzept als auch beim zukünftigen Wasserversorgungskonzept zu bewerten“, heißt es in einem Bericht, den der Stadtbetrieb der Politik zur jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses vorgelegt hat.

Wie Rehbann dem General-Anzeiger auf Anfrage mitteilte, habe er den Auftrag für die Modellrechnung inzwischen an entsprechende Fachleute vergeben.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort