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160 Haushalte betroffen: Das war der Grund für den Internetausfall in Wachtberg

160 Haushalte betroffen : Das war der Grund für den Internetausfall in Wachtberg

Einen Ausfall der Internetverbindung hat es am Freitag in Bereichen von Wachtberg gegeben. Insgesamt waren 160 Haushalte betroffen. Nun hat die Telekom informiert, was die Ursache der Störung war.

Zunehmend wichtig ist in der digitalisierten Welt eine stabile Internetverbindung. Doch es kann immer wieder zu Störungen kommen. Wie nun am Wochenende: Kunden aus verschiedenen Wachtberger Orten meldeten einen Ausfall ihrer Netzverbindung. In Villip beklagten Menschen seit Freitag Netzausfälle, in Niederbachem waren das Internet und das Kabel-TV beeinträchtigt.

Im aktuellen Fall traf es zudem auch viele Kunden im Homeoffice, wie ein Nutzer aus Villip berichtete, der seinen Namen nicht öffentlich nennen wollte: „Ich war noch mitten bei der Arbeit.“ Das Ergebnis dieser Arbeit hätte er bis zum Abend weiterleiten müssen.

Auf Anfrage des General-Anzeigers informierte die Telekom über die Ursache des Problems. „Wie in einem Haushalt ein Fehlerschutzschalter kaputtgehen kann, kann das auch in einer unserer Stationen passieren“, sagte Stephan Althoff, Sprecher der Telekom. Ebendies sei in einem der grauen Kästen, im Fachjargon DSLAM genannt (Digital Subscriber Line Access Multiplexer), passiert. Diese Kästen hat das Unternehmen im Laufe der vergangenen Jahre anstatt der früher üblichen großen Verteilerkästen vermehrt in der Nähe der Nutzerhaushalte aufgestellt, um dort in der Folge schnelleres Internet anbieten zu können.

Etwa 160 Kunden waren betroffen

Rund 160 Kunden, zumeist in Villip, waren laut Althoff nun von der Störung betroffen. Weil nicht immer ausschließlich Haushalte in der direkten Umgebung eines solchen Kastens angeschlossen sind, seien möglicherweise die zeitgleich aufgetretenen Störungen in Niederbachem ebenfalls auf diesen technischen Defekt zurückzuführen, so Althoff.

Ausgelöst hatte der Schalter am späten Freitagnachmittag, ein umgehend entsandter Techniker habe den Defekt dann festgestellt. „Der Schutzschalter wurde um 19.22 Uhr ausgetauscht, sodass noch am selben Abend alle Kunden wieder online waren“, sagte Althoff.

Eine Folgestörung in einem Haushalt, in dem das Internet erst am folgenden Tag wieder verfügbar war, sei offenbar auf die Reaktion der im Haus verwendeten Geräte auf die Verbindungs-Unterbrechung zurückzuführen. Nach einem sogenannten Kaltstart war auch diese Nutzerin wieder online.

Sorgen, dass in Kürze der nächste Schalter ausfällt, müssten sich die Kunden nach Angaben des Telekom-Sprechers wohl nicht machen. „So etwas kommt eher selten vor.“ Einen Ausfall hatte es beispielsweise zuvor am Jahresende 2020 in vielen Orten in Wachtberg gegeben. Seinerzeit waren vom technischen Defekt die Kunden verschiedener Internetanbieter betroffen.