1. Region
  2. Voreifel & Vorgebirge

Nach der Flutkatastrophe: Digitalfunk in Rheinbach immer noch defekt

Nach der Flutkatastrophe : Digitalfunk in Rheinbach immer noch defekt

Die Behörden reagieren auf den Ausfall des Digitalfunks von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten während der Flutkatastrophe. Die Funkstationen sollen robuster werden. Künftig soll der Notstrom bis zu 72 Stunden reichen.

Durch die Flutkatastrophe Mitte Juli im Rhein-Sieg-Kreis, Kreis Euskirchen und Erftstadt und den dadurch ausgelösten großflächigen Stromausfall, war auch neben dem allgemeinen Telefon der Digitalfunk von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten beeinträchtigt.

In einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage im Landtag NRW teilt jetzt das Landesinnenministerium Details zum Ausfall des Digitalnetzes mit. Demnach ist der Digitalfunk der Behörden auch aktuell noch gestört in Berg-Freisheim, Erftstadt, Meckenheim, Rheinbach und Rheinbach-Loch/Sürst. Aktuell werde noch an der Wiederherstellung gearbeitet. Drei Tage lang hatte die Reparatur in Bad Münstereifel gedauert, in Bonn währte der Ausfall nur drei Stunden. Teilweise verursachte der Stromausfall den Blackout, teilweise ein technischer Defekt in der Basisstation.

Batterien sollen besser werden

Wie das Ministerium erläutert, verfügen die Digitalfunkbasisstationen vor Ort über eine Notstromversorgung per Batterie, die mindestens vier Stunden hält. Wegen des Ausmaßes der Zerstörung habe in dieser Zeit allerdings keine Ersatzstromversorgung bereitgestellt werden können. Die Leitungen zu den Basisstationen liefen über angemietete Netze der Provider oder über eigene Richtfunkstrecken des Landes.

Künftig solle „die Funktionssicherheit durch die bereits weit vor den aktuellen Ereignissen begonnene Härtung jeder Basisstation gegen Stromausfälle von bis zu 72 Stunden bis Ende 2022 verbessert“ werden. Außerdem werde das Netz modernisiert, sodass die Zahl der Basisstationen mit eigenem Richtfunkmodul erhöht werde. In der jetzt anstehenden Nachbereitung der Vorfälle vom 14. und 15. Juli würden Technik und Konzeption weiter verbessert. man