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Fahrradstadt Meckenheim: gute Bewertung des ADFC

Fahrradfreundliche Stadt : ADFC findet in Meckenheim Tops und Flops für Radfahrer vor

Top-Noten belegt die Stadt Meckenheim traditionell alle zwei Jahre beim Radklima-Test des ADFC. Aber: Die Meckenheimer Ortsgruppe der Radfahrklubs kennt auch ein paar Stellen, an denen es für die Radfahrer besser laufen könnte.

Es ist ein wenig wie die Zeugnisausgabe am Schuljahresende: Der Fahrradklima-Test des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) benotet im bundesweiten Vergleich, was die Kommunen für Radfahrer leisten. Die Stadt Meckenheim lässt diese Bewertung gerne über sich erheben.

Denn: Im Rhein-Sieg-Kreis führt die Apfelstadt das Feld der fahrradfreundlichen Kommunen an. In Nordrhein-Westfalen bedeutete die Gesamtnote von 2,96 den zweiten Platz. Im bundesweiten Ranking landete Meckenheim 2018 unter 311 Städten mit einer Einwohnerzahl von 20.000 bis 50.000 Menschen auf dem vierten Rang. Kein Wunder also, dass Bürgermeister Bert Spilles die Menschen in Meckenheim aufruft, am Fahrradklima-Test 2020 mitzumachen, der jetzt gestartet ist.

Die Auszeichnung und das Zertifikat als „Fahrradfreundliche Stadt“, die Rheinische Apfelroute samt ihrer Meckenheimer Schleife, die neue linksrheinische Radpendlerroute Richtung Bonn, an die auch Meckenheim angeschlossen ist, sowie das E-Bike-Verleihsystem der RVK sind einige Punkte auf der Haben-Seite in Sachen Radverkehr. „Diese Infrastruktur ist ein absoluter Standortvorteil und macht Meckenheim so lebens- und liebenswert und zugleich zukunftsfähig“, erklärte Spilles.

Zwei Flops sind bei der Bewertung allerdings auch dabei

Für den Kommuanlwahlkampf hatte der Meckenheimer ADFC je zwei Tops und zwei Flops für Radler in der Apfelstadt ausgemacht. Erstes Ärgernis: Als „Dauerthema“ benannte der Verein die Umlaufsperren. Die machten Radweg „insbesondere für Lastenräder, Kinderanhänger oder die Fahrradrikscha des St. Antonius Pflegeheims schwer oder gar nicht befahrbar“, erklärte Hans-Günter van Deel vom ADFC. Als Flop Nummer zwei bezeichnete er, dass die gesperrte und im Sommer 2018 abgerissene Fuß- und Radwegbrücke über die A 565 bis heute nicht ersetzt ist. „Damit ist die wichtige Erschließung des Naherholungsgebietes Kottenforst sowie eine weitere Pendlerroute in Richtung Bonn nicht mehr gegeben“, so van Deel. Hintergrund: Der Landesbetrieb Straßen hatte auf GA-Anfrage erklärt, dass Anfang 2021 mit dem Neubau begonnen werden soll.

Aber auch zwei Tops benennt der ADFC: An erste Stelle hebt der Ortsverein hervor, dass Meckenheim zu Recht eine „Fahrradfreundliche Stadt“ ist, da sie über ein „überwiegend gutes Radwegenetz“ verfügt. Ebenso positiv sei, dass der von radelnden Berufspendler lange erwartete Lückenschluss des Radweges zwischen Sängerhof und der Kreuzung Gudenauer Allee/Bonner Straße bald gebaut werden könne, sobald der Grunderwerb getätigt sei. 

Mehr Informationen gibt es unter fahrradklima-test.adfc.de.