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Bildungseinrichtung: „Haus der Bildung“ in Rheinbach bekommt neuen Standort

Bildungseinrichtung : „Haus der Bildung“ in Rheinbach bekommt neuen Standort

Eine Entscheidung zum „Haus der Bildung“ fällt an diesem Dienstag die Zweckverbandsversammlung der Volkshochschule Voreifel. Es geht um den Umzug der Bildungseinrichtung innerhalb von Rheinbach.

Eine Entscheidung  zum „Haus der Bildung“ fällt an diesem Dienstag die Zweckverbandsversammlung der Volkshochschule Voreifel (VHS). Es geht um den Umzug der Bildungseinrichtung innerhalb von Rheinbach. Grundlage für ein Votum sind ein vorläufiger wirtschaftlicher Vergleich des bisherigen VHS-Gebäudes an der Schweigelstraße mit der Immobilie an der Koblenzer Straße sowie ein Nutzungskonzept und der Entwurf eines Belegungsplans einschließlich notwendiger Umbauten.

Mitarbeiter, Dozenten und Musiklehrer stehen einem Umzug positiv gegenüber. „Alle sehen die enormen Vorteile, die ein ,Haus der Bildung‘ in der Koblenzer Straße 6 für die Auftragsausführung und Erfüllung für jeden einzelnen bedeuten würde“, heißt es in den Erläuterungen zur Sitzung. Seit Jahren gibt es Klagen zur Raumsituation und den Bedingungen für Mitarbeiter und Bürger. Unstrittig ist, dass die seit 1999 angemieteten Räume gleich neben dem Rathaus in die Jahre gekommen sind und es beim Brandschutz einer umfangreichen Instandsetzung bedarf. Das Gebäude gehört der Stadt,  ist nicht barrierefrei, es gibt keine Wartebereiche, und die Büros auf den ersten beiden Geschossen sind ohne Flure miteinander verbunden.

2018 hatte die Stadt Meckenheim als Alternative die freigewordenen Räume der städtischen Jugendhilfe und den angrenzenden Sitzungssaal im Verwaltungsgebäude Ruhrfeld 16 zur Miete angeboten. Nach einer Besichtigung hatte die  Verbandsversammlung aber mehrheitlich beschlossen, dass die Geschäftsstelle in Rheinbach bleiben soll.

Mietkosten steigen pro Monat um 1900 Euro

An der Koblenzer Straße könnten für die Geschäftstelle 14 „großzügig geschnittene Büros“ untergebracht werden. Darüber hinaus könnten in sieben Räumen unterschiedlicher Größe Teile des pädagogischen und musikalischen Angebots stattfinden. In den 591 Quadratmetern Mietfläche einschließlich Nebenräumen sind Übungs-, Schulungs- und Seminarräume nicht enthalten. Diese müssen nach der Zweckverbandssatzung kostenfrei bereitgestellt werden. Bei einem Umzug würde die Miete an der Koblenzer Straße um monatlich 1900 Euro steigen. Die jährlichen Mehrkosten von 22.800 Euro resultieren aus der größeren Nutzfläche (591 statt bisher 409 Quadratmetern) sowie der höheren Kaltmiete (5,84 statt bisher 5,20 Euro je Quadratmeter) bei gleichbleibenden Nebenkosten.

An der Koblenzer Straße wäre der Zweckverband alleiniger Mieter. Als „Haus der Bildung“ würden sich dort ganz neue Möglichkeiten für Angebote von VHS und Musikschule eröffnen: Vorträge, Bildungsurlaube, Wochenend-Workshops, Schülervorspiele, kleine Konzerte sowie Musikunterricht könnten dort stattfinden und auch neue Formate wie eine Sommerakademie. Es gibt eine Küche und Aufenthaltsmöglichkeiten, die Büros für die Mitarbeiter wären anders als im bisherigen Gebäude an der Schweigelstraße keine Durchgangsbüros mehr und würden den Anforderungen von Datenschutz und Beratungssituationen entsprechen. Auf dem Außengelände könnte ein Garten mit Hochbeeten als Kursprojekt ebenso realisiert werden wie im Keller ein Werkraum für den Bereich Kunst und Kultur.

Die Sitzung beginnt am Dienstagabend um 18 Uhr in der Stadthalle Rheinbach.