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Urnengang in Meckenheim : Holger Jung steigt an die Spitze der Meckenheimer Verwaltung auf

Urnengang in Meckenheim : Holger Jung steigt an die Spitze der Meckenheimer Verwaltung auf

Der bisherige Erste Beigeordnete von der CDU gewinnt die Bürgermeisterwahl in Meckenheim. Das Ergebnis fällt allerdings überraschend knapp aus.

Die Sensation liegt in der Luft – wenn auch nur kurz zu Beginn der Bekanntgabe des Ergebnisses der Meckenheimer Bürgermeisterwahl in der Jungholzhalle. Nach zwei von 38 Stimmbezirken liegt Außenseiter Stefan Pohl, für die SPD als Ersatzkandidat eingesprungen, mit etwa 55 zu 45 Prozent vorn. Als ein halbes Dutzend Bezirke ausgezählt ist, hat sich das Blatt zugunsten des CDU-Kandidaten und bisherigen Ersten Beigeordneten Holger Jung gewendet. Am Ende ist es dann auch Jung, der rund 55 Prozent der Stimmen auf sich vereinigt.

Ein Favoritensieg also, allerdings knapper als von manchem erwartet. Er habe darauf hingewiesen, dass das Ergebnis erst einmal abgewartet werden muss, macht Jung am Wahlabend deutlich. „Deswegen war ich auch nicht derjenige, der da auf der Euphoriewelle geschwommen ist“, gibt er zu bedenken. Gleichwohl: Er freue sich sehr über das Ergebnis – und darauf, dem scheidenden Amtsinhaber Bert Spilles (ebenfalls CDU) als Bürgermeister nachzufolgen.

Stefan Pohl verfolgt die Bekanntgabe des Wahlergebnisses im Chateau Merl. Besonders stark ist er im Bezirk Ruhrfeld. Sogar Jubelschreie gibt es, angesichts seines Abschneidens dort. Denn es gelingt ihm, knapp mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen zu holen. „Ich hatte es gehofft“, sagt Pohl auf die Frage, ob er  mit einem solchen Ergebnis gerechnet habe.

Bei der Wahl für den Stadtrat ist Pohl Spitzenkandidat der SPD. Wie bei der Kommunalwahl 2014 wird die SPD zweitstärkste Kraft. Und zwar mit leicht verbessertem Ergebnis von knapp 21 Prozent. Die CDU verliert etwas, bleibt mit knapp 40 Prozent aber Spitze in der Wählergunst. Großer Gewinner sind die Grünen. Sie verdoppeln ihre Stimmanteil auf fast 16 Prozent.  „Das Ergebnis zeigt, dass unsere Themen die Bürgerinnen und Bürger angesprochen haben und sie uns in der Umsetzung unterstützen“, so Vorsitzender Wolfgang Philipp.

Deutliche Verluste müssen dagegen die Bürger für Meckenheim hinnehmen. Von knapp 19 stürzen sie auf weniger als zwölf Prozent ab. Gering sind im Vergleich die Verluste der FDP, die allerdings bei knapp fünf Prozent auf niedrigem Niveau stagniert. Die UWG schließlich verbessert sich leicht – von gut sechs auf etwas mehr als sieben Prozent der abgegebenen Stimmen.