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Mobilitätsmanagerin setzt in Wachtberg Projekte um: In Wachtberg sorgt eine Managerin für Mobilität

Mobilitätsmanagerin setzt in Wachtberg Projekte um : In Wachtberg sorgt eine Managerin für Mobilität

Neuerungen im Busverkehr, die E-Bike-Station am Einkaufszentrum und eine Mitfahrerbank in Züllighoven sind nur einige der Projekte, die Vanessa Beyer in Wachtberg umsetzt. Als Mobilitätsmanagerin der Gemeinde hat sie den Öffentlichen Personennahverkehr und alternative Fortbewegungsmittel im Blick.

Mit Neuerungen im Busverkehr, der E-Bike-Station am Einkaufszentrum und einer Mitfahrerbank in Züllighoven hat sich das Mobilitätsangebot in den vergangenen zwei Jahren stark verändert. Weitere Aspekte für die Bewegungsfreiheit der Wachtberger hat Mobilitätsmanagerin Vanessa Beyer im Blick.

„Mit dieser Arbeit habe ich das Gefühl, eine wichtige Arbeit für die Allgemeinheit zu leisten“, sagt die in Bonn geborene 30-jährige zu ihrer Motivation. Seit 2015 bringt sich die ausgebildete Kauffrau für Bürokommunikation in die Geschicke der Gemeinde Wachtberg mit ein. Seitdem kümmert sie sich um die Belange des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Nach einem Lehrgang zur Mobilitätsmanagerin Ende 2019 ist sie zudem befähigt, öffentliche und betriebliche Projekte zur Mobilität in Wachtberg zu initiieren und zu begleiten.

Mehr Sicherheit für Grundschüler

„Die Ergebnisse können sich sehen lassen“, findet der Beigeordnete Swen Christian. Die Bushaltestellen „Kirche“ in Villip, „Kapelle“ in Ließem, „Huppenberg“ in Pech und „Rathaus“ in Berkum sind bereits zu barrierefreien Haltepunkten ausgebaut. Wegen der Dringlichkeit für die Schulkinder rollen die Bagger aktuell an der Haltestelle „Kirche“ in Adendorf an. Die Neugestaltung soll ab Ende März für die dort ein- und aussteigenden Grundschüler mehr Sicherheit an der Hauptdurchgangsstraße bieten. Vorbehaltlich einiger Gespräche zu notwendigen Ausgleichsflächen sind weitere Umgestaltungen an den Haltestellen „Wachtbergweg“ in Villip und „Heidegartenweg“ in Holzem im Zuge der Straßensanierung zwischen den beiden Orten für dieses Jahr geplant. Insgesamt sechs weitere Bushaltepunkte in Niederbachem, Oberbachem, Villip und Ließem stehen für den zukünftigen Umbau im Fokus.

Fahrradboxen vor dem Rathaus

Neben diesem Teil der Mobilität in Wachtberg nimmt aktuell ein weiteres Projekt von Beyer vor dem Rathaus Gestalt an. Rund 20 Fahrräder sollen künftig an neuen, im Boden verankerten Ständern sicher abgestellt und abgeschlossen werden können. Zusätzlich sind, ebenfalls am Rathaus, zehn bis 15 Fahrradboxen inklusive Stromversorgung für E-Bikes in der Planung. „Wir wollen auch alternative Fortbewegungsmöglichkeiten fördern“, sagt Beyer.

Zum Gesamtpaket gehört weiterhin der Ausbau der E-Bike-Stationen in Wachtberg. So ist in Niederbachem eine Station geplant und in Adendorf eine virtuelle Station zum Abgeben der entliehenen Räder. „Wir hatten in Wachtberg mit eine der höchsten Nutzungsfrequenzen“, berichtet Beigeordneter Christian vom Erfolg der Leihstationen.

Daneben beschäftigt sich Beyer mit Projekten zum Dienstradleasing, dem Jobticket und dem Konzept der Mitfahrbank. Erste Rückmeldungen von der bisher einzigen Mitfahrerbank in Züllighoven erhoffen sich Beyer und Christian aus der Ortsausschusssitzung am 17. März. Auch wenn verschiedene Projekte wie Fahrradleasing und Jobticket aus vertragsrechtlichen Gründen aktuell nur für Mitarbeiter der Kommune umsetzbar sind, setzen beide auf den Vorbildeffekt für Unternehmen in Wachtberg. Viele Dinge könne man auch privat oder als Unternehmen für die Mitarbeiter in die Hand nehmen, so Beyer.