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Voreifel und Vorgebirge: Kindergärten und Schulen bereiten sich auf den Alltag vor

Voreifel und Vorgebirge : Kindergärten und Schulen bereiten sich auf den Alltag vor

Am kommenden Montag öffnen Schulen und Kindergärten wieder ihre Türen: Jedes Kind kann wieder den Kindergarten und die Grundschule besuchen, in die weiterführenden Schulen kehren die Abschlussklassen zurück. Schulleiter und Erzieherinnen berichten von ihren Vorbereitungen.

Mit eingeschränktem Betrieb starten die Schulen am kommenden Montag wieder in den Präsenzunterricht. Ob in der Grundschule oder in den Jahrgangsstufen der weiterführenden Schulen – die Lehrerkollegien haben in den vergangenen Tagen Konzepte entwickelt, wie sich Präsenz- und der weiter stattfindende Distanzunterricht kombinieren lassen. Auch die Kindertagesstätten, die während des Lockdowns nur eine eingeschränkte Betreuung angeboten haben, werden ab Montag wieder voll besetzt sein.

Auf den Stichtag gut vorbereitet ist der bilinguale Kindergarten Treegenium´s Tiny Tots in Witterschlick. 35 von 40 Kindern wurden während des eingeschränkten Pandemiebetriebs in den vergangenen Wochen betreut, „die fünf Kinder, die jetzt zurückkommen, bedeuten einen zusätzlichen pflegerischen Aufwand, da drei unter drei Jahren sind“, erklärte Leiterin Esther Bernhardt. Wie bisher werden Kinder in drei festen Gruppen von immer denselben Bezugspersonen betreut. Verschiedene Ein- und Ausgänge sollen die Kontakte minimieren, auch zwischen den Eltern.

Lüften und Händewaschen sind weiterProgramm

Keine zusätzlichen Hygienemaßnahmen ergreift der eingruppige Kindergarten der Elterinitiative „Die Zaunkönige“ in Meckenheim. „Wir werden weiterhin wie verrückt lüften und regelmäßig Hände waschen“, sagt  Erzieherin Nadine Steinhaus. Mit gemischten Gefühlen sieht Martina Bürvenich, Erzieherin der katholischen Kindertageseinrichtung St. Mariä Himmelfahrt Oedekoven, die allgemeine Öffnung ihrer Einrichtung. Spielten bisher zehn beziehungsweise 15 Kinder in zwei Gruppen, werden es nun jeweils 20 Kinder sein. „Es wird schwieriger werden, bei den Kindern auf Abstand zu achten“, so Bürvenich. Eine gewisse Sicherheit vor einem möglichen Corona-Ausbruch geben den Erzieherinnen die regelmäßigen Tests durch ein mobiles Labor.

Die katholische Grundschule Wormersdorf plant eine Mischung aus Präsenz- und Distanzunterricht. Die Klassen werden halbiert, und jeden zweiten Tag vor Ort unterrichtet. Die Schüler, die zu Hause bleiben, erhalten wie bisher Aufgaben, die sie dann über eine Plattform online einstellen können. Das Hygienekonzept des vergangenen Jahres hat die Schule fortgeschrieben und die „Einbahnregelung“ mit zusätzlichen Richtungspfeilen auf den Gehwegen spezifiziert. Der Unterricht findet nach Stundenplan statt und „soll mit Vorsicht und mit Blick auf das Infektionsgeschehen abgehalten werden“, betonte Schulleiterin Nicole Jaax.

Unterricht in verschiedenen Wochen

Mit dem Abschlussjahrgang startet der Präsenzunterricht an der Heinrich-Böll-Gesamtschule Merten. Jeweils 40 Schüler werden in sogenannten A- und B-Wochen unterrichtet, der Schulbesuch der einzelnen Schüler erfolgt im Wochenrhythmus. Dabei haben sich die Lehrer in den vergangenen Wochen Gedanken über Lehrinhalte gemacht, die sie sowohl im Präsenz- als auch im Distanzunterricht vermitteln können. „Der Unterricht soll so gestaltet werden, dass die Schüler im Distanzunterricht nicht zu viel versäumen“, machte Leiter Klaus Hannack deutlich. Die bisherigen Hygienemaßnahmen wie die Maskenpflicht gelten auch weiterhin.

Beim Bornheimer Alexander-von-Humboldt-Gymnasium werden die 220 Schüler der Oberstufen-Jahrgänge Q1 und Q2 zurückkehren und entweder in kleineren Lerngruppen oder als Kurse in größeren und gut belüfteten Räumen unterrichtet. Unterschiedliche Ein- und Ausgänge, Markierungen im Treppenhaus und eine feste Sitzordnung im Unterricht sollen die Infektionsgefahr minimieren. „Wenn der Inzidenzwert in NRW unter 50 ist, dann dürfen auch die anderen Schüler kommen“, hofft Schulleiter Christian Dubois.