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Meckenheimer Verbund und Stadt organisieren gemeinsam: Altstadtfest und Zintemaat sind gerettet

Meckenheimer Verbund und Stadt organisieren gemeinsam : Altstadtfest und Zintemaat sind gerettet

In Meckenheim stellen der Verbund und die Verwaltung die beliebten Feste künftig zusammen auf die Beine.

Ein Neumitglied, welches auf einen Schlag 20 000 Euro an jährlichen Mitgliedsbeiträgen mitbringt, hätten wohl viele Vereine gerne in ihren Reihen. Der Meckenheimer Verbund bekommt jetzt solch einen Zuwachs: die Stadt Meckenheim. Das Geld, welches die Kommune mitbringt, ist allerdings zweckgebunden: Verbund und Stadt stemmen jetzt Festivitäten wie das Altstadtfest oder den Zintemaat gemeinsam.

Ob es zu dieser neuen Form der Zusammenarbeit kommt, ist am Mittwoch Thema im Meckenheimer Haupt- und Finanzausschuss. Dass der Verbund ein vergleichsweise zahlungskräftiges Neumitglied in seinen Reihen haben wird, hat Gründe: Schon seit Jahren beklagt der Zusammenschluss der Gewerbetreibenden, dass es für den Verein immer schwieriger wird, solch große Festivitäten wie das Altstadtfest im September oder den Zintemaat Anfang Dezember auf die Beine zu stellen.

Ehrenamtler wollen Organisation

der Feste nicht länger schultern

Wie in vielen Vereinen schultern einige wenige Aktive das Gros der ehrenamtlichen Arbeit. Und die ist nicht selten mit allerlei behördlichen Auflagen und dem finanziellen Risiko für den Veranstalter verbunden. Ebenso stellt der Verbund-Vorstand schon seit Jahren mangelndes Interesse und Engagement einiger Mitglieder fest, was dazu führt, dass wenige Ehrenamtler sich um die Ausrichtung beliebter, für Meckenheim wichtiger und liebgewonnener Feste kümmern.

Damit das beliebte Stadtfest und der mehrtägige Weihnachtsmarkt auf dem Kirchplatz nicht aufgegeben werden müssen, haben die Stadt und der Meckenheimer Verbund gemeinsam überlegt, wie sich die Festorganisation und das Stadtmarketing grundsätzlich umorganisieren lassen. Als Moderator und Berater dieses Prozesses diente die CIMA Beratung und Management GmbH aus Köln: Nach zwei sogenannten Workshops und vielen Gesprächen legten die Marketingberater aus der Domstadt Verbund und Verwaltung jetzt ein 34 Seiten starkes Konzept vor, wie die Neuorganisation des Stadtmarketings über die Bühne gehen soll.

Kernthese: Der Meckenheimer Verbund bleibt als Gewerbeverein und Interessenvertretung erhalten. Gleichzeitig erweitert er sein „Portfolio“ um den Aufgabenbereich Stadtmarketing und Citymanagement. Um diese zusätzliche Belastung schultern zu können, wird die Stadt Mitglied im Verbund.

Die 20 000 Euro an Mitgliedsbeitrag für die Verwaltung sind dabei nicht aus der Luft gegriffen. So hoch ist nämlich das jährliche Budget der Kommune für Stadtmarketingmaßnahmen in etwa taxiert. Um mit dem Verbund gemeinsam künftig besser Hand in Hand arbeiten zu können, schafft die Stadt eine neue Personalstelle im Rathaus, die an den Bereich Wirtschaftsförderung angedockt ist. Der somit vergrößerte Fachbereich soll den Verein bei der Planung und Umsetzung von Festen und anderen Stadtmarketingaktionen unterstützen, schlägt CIMA dem Ausschuss vor. Ferner soll sich im Rathaus künftig auch um die Administration des Vereins sowie die Akquise neuer Mitglieder und Sponsoren gekümmert werden.

Außerdem solle innerhalb des Vereins eine Art Beirat geschaffen werden, in dem laut Vorschlag der CIMA Gewerbetreibende, Vertreter der Verwaltung und des Stadtrates sowie weitere Akteure vertreten sind. Der Beirat besitze beratende Funktion und solle dazu dienen, die Interessen der Gewerbetreibenden gegenüber Verwaltung und der Politik zu vertreten. Sofern das Konzept am Mittwoch im Haupt- und Finanzausschuss die erste Hürde nimmt, befindet der Rat in seiner Sitzung am Mittwoch, 9. Dezember, 19 Uhr, abschließend über dieses Thema.

Der Meckenheimer Haupt- und
Finanzausschuss beginnt am Mittwoch, 25. November, 18 Uhr, in der Jungholzhalle, Siebengebirgsring 4.