Brauchtum Das ist Meckenheims neue Blütenkönigin

Meckenheim · Antonia Augenstein freut sich auf ihre Amtszeit als Meckenheimer Blütenkönigin: eine Reise nach Berlin, regionale Feste und Vereinsbesuche stehen an. Kleid, Schärpe und Diadem gehören zu dem Amt, das die Majestät als modern bezeichnet, traditionell mit dazu.

Bürgermeister Holger Jung krönte (l.) Antonia Augenstein im Sängerhof. Erste Gratulantin war Amtsvorgängerin (r.) Celina Kotz.

Bürgermeister Holger Jung krönte (l.) Antonia Augenstein im Sängerhof. Erste Gratulantin war Amtsvorgängerin (r.) Celina Kotz.

Foto: Susanne Träupmann

Antonia Augenstein heißt Meckenheims 13. Blütenkönigin, die Bürgermeister Holger Jung am Donnerstag im Sängerhof feierlich inthronisierte. Die 19-jährige Studentin der Volkswirtschaft tritt die Nachfolge von Celina Kotz an, die coronabedingt zwei Jahre im Amt war. Sie konnte der neuen Blütenkönigin zahlreiche Tipps für die kommenden Monate mit auf den Weg geben.

Augenstein stammt aus Bielefeld und lebt erst seit vier Jahren in der Apfelstadt. In dieser kurzen Zeit hat sie sich in ihrer Wahlheimat bestens akklimatisiert. „Die Kultur und die Traditionen wie Karneval und Blütenfest begeistern mich immer wieder aufs Neue. Deshalb wollte ich mich mit meiner Bewerbung auch aktiv einbringen“, betonte Augenstein. Sie wohnt in Altendorf inmitten der Apfelfelder und geht in ihrer Freizeit gerne joggen und spazieren. Wenn es das Studium erlaubt, arbeitet sie auf dem Obsthof von Carsten Dahlhausen, hat dort auch schon bei der Apfelernte mitgeholfen und eine Patenschaft für einen Apfelbaum übernommen. Ihre Lieblingsapfelsorte ist “Dahlhausens Beste“, „der eine besondere Süße hat und einfach nur lecker schmeckt“, erzählte die neue Majestät.

Als die Stadt das Amt der Blütenkönigin im vergangenen Jahr ausgeschrieben hatte, stand für Augstein ziemlich schnell fest, sich zu bewerben. Insgesamt vier junge Frauen hatten Interesse gezeigt, ziemlich schnell fiel die Wahl der Stadt auf die jetzige Majestät. „Ich möchte die Stadt und seine Feste in der Region bekannter machen und andere Menschen animieren, Meckenheim genauso zu lieben wie ich“, erklärte sie ihre Motivation.

Blütenkönigin trifft Bundeskanzler

Sie freut sich auf die circa 15 Termine, die sie erwarten. Ein Jahr lang wird sie in elegantem Kleid samt Schärpe und Diadem ihre Wahlheimat repräsentieren. Regelmäßig wird sie die Feste der örtlichen Vereine besuchen und bei Veranstaltungen der Stadt dabei sein. Werbung für die Apfelstadt wird Augenstein auch auf regionalen und bundesdeutschen Messen und Events machen: Dazu gehören unter anderem die Rad-Reisemesse des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs in Siegburg Anfang April oder die Reise nach Berlin zum Apfelkabinett im Bundeskanzleramt. In der Hauptstadt wird sie Regentinnen aus ganz Deutschland treffen und Bundeskanzler Olaf Scholz und seinen Ministern einen Korb mit köstlichen Äpfeln aus dem heimischen Anbaugebiet überreichen.

Großkampftag für die Blütenkönigin ist das Blütenfest am Sonntag, 21. April, wenn Augenstein die verschiedenen Stationen besuchen und zahlreiche Menschen treffen wird. Die vielen Begegnungen mit unterschiedlichen Personen fand auch Vorgängerin Celina Kotz toll. Es ist ein wichtiger Aspekt des Amtes, das es erst seit 2010 gibt. Damals wurde Ann-Katrin Winzen zur ersten Meckenheimer Blütenkönigin gekrönt. Kotz und Augenstein sind davon überzeugt, dass die Blütenkönigin ein zeitgemäßes Amt ist - und das scheinen auch die Meckenheimer so zu sehen: „Man erhält viele Komplimente. Besonders Kinder und ältere Menschen sind immer wieder begeistert“, stellte Kotz fest.

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