Prozess am Bonner Landgericht Abgelehnter Asylbewerber muss zwei Jahre hinter Gitter

Meckenheim/Bonn · Der vorbestrafte Kleinkriminelle geriet bereits zum fünften Mal mit der Justiz in Konflikt. Wie es nach der Haft mit ihm weitergeht, das ist vollkommen unklar.

 Der Eingang des Bonner Landgerichts.

Der Eingang des Bonner Landgerichts.

Foto: dpa/Oliver Berg

Theoretisch könnte der Verurteilte bereits nach der Hälfte der gegen ihn ausgesprochenen Haftstrafe auf freien Fuß kommen: Die Richter der 3. Großen Strafkammer am Bonner Landgericht hatten einen abgelehnten Asylbewerber wegen bewaffneten Diebstahls, besonders schwerer räuberischer Erpressung sowie Bedrohung zu zwei Jahren Gefängnis ohne Bewährung verurteilt. Spätestens nach Verbüßung der Halbstrafe steht normalerweise einer Abschiebung in das Heimatland des Straftäters zumindest aus juristischer Sicht nichts im Wege.