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Corona: SPD fordert linksrheinisches Impfzentrum

Schutz vor dem Coronavirus : SPD fordert Impfzentrum im Linksrheinischen

SPD-Vertreter aus allen sechs linksrheinischen Kommunen fordern mit Nachdruck ein zweites Impfzentrum. Die Gründe dafür sehen sie beim öffentlichen Nahverkehr.

Alle sechs linksrheinischen SPD-Fraktionen fordern in einer gemeinsamen Erklärung, dringend ein Impfzentrum auf der linksrheinischen Seite des Rhein-Sieg-Kreises einzurichten. Das teilte Daniel Südhof, Pressesprecher der Meckenheimer SPD-Ratsfraktion, am Montag mit.

Der Rhein-Sieg-Kreis gehöre zu den bevölkerungsreichsten Kreisen in Nordrhein-Westfalen, und für die Menschen in Swisttal, Rheinbach, Meckenheim, Alfter, Wachtberg sowie Bornheim sei der Weg auf die andere Rheinseite mit langen Fahrtzeiten verbunden, hieß es weiter.

Wie berichtet, hat der Rhein-Sieg-Kreis bislang ein Impfzentrum. Dieses befindet sich im ehemaligen Kinderherzzentrum der Asklepios-Klinik im rechtsrheinischen Sankt Augustin.

Lange Fahrzeiten

Aus Sicht der Sozialdemokraten sollte ein zweites Impfzentrum schnellstmöglich von der Landesregierung genehmigt werden. „Sicher werden die Menschen in den Seniorenheimen vor Ort geimpft, aber die Senioren, die im eigenen Haushalt leben, müssen sich selbst organisiert auf die Reise machen“, so Südhof.

Der Aufwand für die Menschen aus dem Linksrheinischen sei unverhältnismäßig hoch, was auch an den Verbindungen nach Sankt Augustin mit öffentlichen Verkehrsmitteln liege. Von Rheinbach dauere die Fahrt rund eine Stunde, von Swisttal sei Sankt Augustin nur mit dreimaligem Umsteigen zu erreichen, so Südhof, was mehr als eine Stunde dauere. Auch die Bornheimer müssten mit öffentlichen Verkehrsmitteln meist mehrmals umsteigen.

„Das ist unzumutbar“, erklären die Fraktionsvorsitzenden Joachim Euler (Swisttal), Martina Koch (Rheinbach), Stefan Pohl (Meckenheim), Thomas Klaus (Alfter), Andreas Wollmann (Wachtberg) und Wilfried Hanft (Bornheim) unisono.

Auch die CDU ist dafür

Auch die CDU-Ortsverbände aus Bornheim und Rheinbach sprechen sich für ein linksrheinisches Impfzentrum aus – und haben jeweils Flächen in ihren Städten dafür vorgeschlagen. Der Rhein-Sieg-Kreis hatte bereits vor den Weihnachtsfeiertagen erklärt, sich für ein zweites Impfzentrum beim Land einzusetzen.