1. Region
  2. Voreifel & Vorgebirge
  3. Meckenheim

Hochwasserschäden in Meckenheimer Schulen und Kitas: Der Brandmelder ist jetzt ein Mensch

Hochwasserschäden in Meckenheimer Schulen und Kitas : Der Brandmelder ist jetzt ein Mensch

Vom Hochwasser betroffene Schulen und Kitas in Meckenheim arrangieren sich mit den Schäden und deren Auswirkungen. Nur der Sportunterricht fällt aus.

Auch zwei Monate danach kämpfen die Kommunen noch mit den Folgen des Starkregens vom 14. Juli. Über den aktuellen Stand der Schäden an ihren Schulen und Kitas informierte die Stadt Meckenheim diese Woche in verschiedenen Ausschüssen.

Betroffen sind bei den Schulen, wie berichtet, die Katholischen Grundschulen (KGS) in Merl und Meckenheim, die Evangelische Grundschule Meckenheim (EGS) sowie die Große Sporthalle, Kleine Sporthalle, Gymnastikhalle und Fronhofhalle. Die Schäden sind laut der Stadt erheblich und machen aufwendige Sanierungen nötig. Alle Nutzergruppen – Schüler, Ganztagsbereich (OGS), Volkshochschule und Vereine – müssen sich auf längere Einschränkungen einstellen. Bei den Kindertageseinrichtungen hat es die Kita Villa Regenbogen schwer erwischt. Die Schäden im Einzelnen:

KGS Meckenheim: Im Gebäude 1 ist das Untergeschoss (UG) mit einem Klassen- und einem OGS-Raum überflutet worden. Im Gebäude 2 wurden zwei OGS-Räume im UG beschädigt. In diesem Gebäude sind außerdem Heizung, Brandmelde- und Lautsprecher-Anlage kaputt. Der beschädigte Fettabscheider, der für den Mensabetrieb unerlässlich ist, konnte repariert werden. Die Mensa konnte so zum Schuljahresbeginn öffnen.

■ EGS Meckenheim: Das Hochwasser flutete Unter- und Erdgeschoss (EG). Im UG befinden sich ein Werkraum und ein Musikraum, den die Musikschule nutzt. Im EG sind alle vier Klassenräume, Lehrerzimmer, Sekretariat, Leitungsbüros, OGS-Räume, Lager und Sanitäranlagen überschwemmt worden. Alle Räume sind noch immer unnutzbar.

KGS Merl: Überflutet wurde das UG mit einem gerade fertig sanierten Raum, der für den Unterricht und die Ganztagsbetreuung vorgesehen war.

■ Wie geht es weiter? „Die gefluteten Räume in den Schulen sowie die vier Turnhallen werden bis zum Abschluss der Sanierungsarbeiten über mehrere Monate nicht genutzt werden können“, teilte die Stadt mit. In der Zwischenzeit nutzen die Schüler Fachräume als Klassenräume. Die Übermittagsbetreuung der EGS hat Unterschlupf im Pfarrsaal der katholischen Kirche gefunden. Der Schulbetrieb konnte so trotz Schäden am 18. August starten. Auf Anfrage stellt die Stadt klar: „Der Schulunterricht kann mit Ausnahme des Sportunterrichtes uneingeschränkt stattfinden.“ Für Sportunterricht und -angebote der Vereine suche die Stadt derzeit nach einer Alternative. Weil die Brandmeldeanlagen in der EGS und dem Gebäude 2 der KGS ausgefallen sind, muss während der Schul- und OGS-Zeit stets ein Brandschutzhelfer anwesend sein. Eine Sicherheitsfirma übernimmt täglich zwischen 8 und 16 Uhr die Brandschutzwache.

Kita Villa Regenbogen: Nach massiven Schäden am Gebäude und im Garten ist die Kita immer noch nicht nutzbar. Bis zum 13. August kamen die Kinder für zweieinhalb Wochen in der Kita Pusteblume unter. Seit dem 19. August sind sie im Mosaik-Kulturhaus untergebracht. Den Kindern steht das gesamte Erdgeschoss zur Verfügung. Gruppenräume, Schlafraum, Puppenecken-/Bauraum und Büro sind vorhanden, lediglich ein Raum für Bewegung fehlt. Als Ersatz können die Kinder das Außengelände nutzen. Und es sind regelmäßige Ausflüge geplant.

Da Stühle und Kindertischchen in der Kita vor dem Hochwasser für die übliche Feriengrundreinigung hochgestellt worden waren, überlebten sie das Hochwasser. Mobiliar, das nass oder verschmutzt worden war, prüfte ein Gutachter auf Keimbelastung. Entsorgte Möbel und kaputtes Spielmaterial sind oder werden noch ersetzt. Spenden steuerten unter anderem der Verein MusikKultur und die Parfümerie DAOCO (2800 Euro), BCA Autoauktionen (10 000 Euro) und der Lions Club Meckenheim-Wachtberg (1500 Euro) bei.

■ Andere Kitas: Die Tagesgruppe der Stiftung Leuchtfeuer kann wegen Sachschäden am Standort Kölnstraße keine Kinder betreuen. Sie wurden auf die Standorte Klosterstraße und Hauptstraße verteilt. Ein Rückkehrdatum ist noch offen. Die Gebäude der restlichen Kitas wurden zwar vom Hochwasser verschont, da viele Erziehungskräfte aber betroffen sind, kann es zu Engpässen bei der Kinderbetreuung kommen.