1. Region
  2. Voreifel & Vorgebirge
  3. Meckenheim

Werbestrategien in und für Meckenheim: Die Altstadt als Marke

Werbestrategien in und für Meckenheim : Die Altstadt als Marke

Tradition, gelebte Obstbaukultur, Qualitätsbewusstsein, Serviceorientierung und Wertigkeit - das sind die Stärken der Meckenheimer Altstadt. Diese Vorzüge sollen künftig herausgestellt und in ihrer Gesamtheit kommuniziert werden. So sollen die Chance, die die Altstadtsanierung bietet, von den anliegenden Geschäften genutzt, die Altstadt zur Marke und ihr Image gesteigert werden.

Beim Runden Tisch "Lebendige Altstadt" am Dienstagabend im Restaurant "La Campana" haben Wirtschaftsförderer Dirk Schwindenhammer, Wolfgang Haensch von der "CIMA Beratung + Management GmbH" aus Köln, und der Vorsitzende des Meckenheimer Verbund e.V. Willi Wittges-Stoelben einen Rück- und Ausblick zu den auf dieses Ziel gerichteten Maßnahmen gegeben und Fragen der etwa 25 anwesenden Gewerbetreibenden beantwortet.

Im vergangenen Jahr habe der Fokus des Baustellenmarketings insbesondere darauf gelegen, organisatorische Grundlagen zu schaffen und die Anlieger zu informieren, berichtete Haensch. Zu diesem Zweck seien das Baustellenbüro eingerichtet, Flyer gedruckt und Veranstaltungen organisiert worden.

Grundlagen für ein dauerhaftes Standort-Marketing erarbeiteten Anlieger und geladene Gäste bei einem Marken-Workshop. Was zeichnet die Altstadt aus und unterscheidet sie vom Neuen Markt oder der Stadt Rheinbach, seien die Kernfragen gewesen, wodurch Alleinstellungsmerkmale erkannt und die "Markenpersönlichkeit Altstadt Meckenheim" identifiziert werden konnten.

Zukünftig soll die Altstadt einheitlich vermarktet und in das vorhandene Corporate Design der Stadt Meckenheim eingebunden werden. Wie Haensch betonte, soll in einem weiteren Schritt auch der Neue Markt zu einer eigenen Submarke Meckenheims werden.

Gut angenommen werde der von der CIMA angebotene kostenfreie "Geschäftscheck", freute sich Haensch. Acht Geschäftsleute hatten sich bereits vorab angemeldet, am Dienstag kamen weitere drei Interessenten hinzu. Gemeinsam mit den Beratern werden in einem persönlichen Gespräch vor Ort Marktnischen erkannt, Potenziale genutzt und der Marktauftritt verbessert.

Dabei nehmen die Fachleute insbesondere die Zielgruppenorientierung des jeweiligen Ladens sowie die Innen- und Schaufenstergestaltung unter die Lupe, geben Anregungen zu Marketingmaßnahmen und Kooperationen mit anderen Betrieben.

Beim Runden Tisch angeregt wurde eine gemeinsame Servicewoche der Altstadt-Geschäfte im Juni. Durch eine Ballung des Angebotes werde die Servicekompetenz der Altstadt herausgestellt, erläuterte Haensch. Die besondere Herausforderung sei es, dass alle mitmachen, erklärte Wirtschaftsförderer Schwindenhammer.

In Kürze wird die Bereitschaft zur Teilnahme abgefragt. Trotz aller erfolgten Hinweise, dass die Geschäfte gut erreichbar und das Einkaufen in der Altstadt nach wie vor uneingeschränkt möglich sei, kritisierten Kunden die Erreichbarkeit, beklagten einige Geschäftsleute und baten darum, noch eindeutiger auf die zahlreichen Parkmöglichkeiten hinzuweisen und deutlichere Signale zu setzen, dass das Betreten der Baustelle erwünscht ist.