Public-Viewing im Linksrheinischen : Hier können Fans aus der Region EM-Spiele gucken

Wo können die Fans sich im Linksrheinischen die EM anschauen? Wenn auch im kleineren Rahmen als sonst, bieten Gastronomen in der Region Public Viewing an. Ein Überblick, der keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat.

Geringe Inzidenzzahlen, Lockerungen der Coronaregeln und sommerliche Temperaturen: Die Rahmenbedingungen für die Fußball-EM könnten nicht besser sein. Für Deutschland startet das Turnier am Dienstag, 15. Juni, 21 Uhr, gegen Frankreich. Da die Inzidenzzahlen im Rhein-Sieg-Kreis unter 35 liegen, sind für Gäste der Gastronomie keine Tests mehr nötig. Allerdings ist die Anzahl der an einem Tisch Platzierten auf Personen aus fünf verschiedenen Haushalten (Geimpfte und Genesene werden nicht mitgezählt) beschränkt.

Fernseher im Garten

Stephan Kempf, seit 20 Jahren Chef der Roisdorfer „Marktschänke“, zeigt die Spiele per Leinwand drinnen und per Fernseher im Garten als „ein zusätzliches Angebot für unsere Stammgäste. Wir bieten aber kein Public Viewing an“, erklärte der 55-jährige. Denn durch die, aufgrund der Abstandregeln vorgegebene zugelassene Personenzahl, könnten nur Stammgäste eingelassen werden. „Deshalb haben wir auch keine Werbung gemacht. Wir können keine zusätzlichen Gäste wie bei einem regulären Public Viewing unterbringen“.

Der Wirt des Heimerzheimer Gasthauses „Zur Linde“ Thomas versteht das Rudelgucken eher als gemütliche Zusammenkunft in familiärer Atmosphäre. Wegen Corona hat der 46-jährige, der den Betrieb gemeinsam mit Bruder Andreas in der sechsten Generation führt, zum ersten Mal einen Fernseher im Garten installiert. An acht Tischen können dort in den nächsten Wochen 25 bis 30 Fußballbegeisterte die Spiele verfolgen. „Dabei ist unser Garten natürlich auch für Nicht-Fußballfans geöffnet“, schmunzelte Reichelt. Die obligatorischen Kontaktdaten werden per Smartphone digital erfasst. Das Ziel ist, „auch unseren à la Carte-Gästen gerecht zu werden“, so der begeisterte 1. FC-Köln-Fan.

Bestens besucht war zum Eröffnungsspiel das Brauhaus in Rheinbach. Die meisten Gäste genossen allerdings eher die Speisen als das Spiel in Rom. Das werde sich bestimmt ändern, je weiter die deutsche Mannschaft komme, sind die Brüder und Inhaber Peter und Markus Schemerka überzeugt. „Wir sind froh, dass es nach einem halben Jahr Lieferservice wieder losgeht“, freute sich der 32-jährige Peter Schemerka, dessen Herz, obwohl Österreicher, für die deutsche Mannschaft schlägt. Für ihn steht fest, dass bei der Beteiligung der deutschen Mannschaft die Gästezahl beim Public Viewing steigen wird.

Rudelgucken hat Tradition

Rudelgucken hat „Beim Büb“ in Odendorf Tradition. Auch 2021 hat Tina Kurth drinnen eine Leinwand und draußen einen Fernseher aufgestellt, wobei im Biergarten noch zusätzliche Geräte aufgebaut werden können, falls die Nachfrage im Laufe der UEFA da sein sollte. Das Auftaktspiel wurde von den Gästen noch sehr zurückhaltend angenommen. Nur 14 Männer und eine Frau trafen sich zum gemeinsamen Gucken, mit einem Erfolg der deutschen Mannschaft könne sich das ändern, ist Kurth überzeugt.

Durch die Auflagen der Coronaschutzverordnung fällt das Public Viewing in der Gaststätte „Zum Römerkanal“ in Buschhoven kleiner aus als zu früheren Europa- und Weltmeisterschaften – statt Leinwand nun ein Fernseher in der Raucherecke im Garten. 50 bis 60 Leute finden draußen Platz. Mit einem solchen Andrang rechnet Rolf Fuß eher bei den Spielen im Viertel- oder Halbfinale, wenn die Deutschen so weit kommen sollten. Dienstags hat der 60-jährige Ruhetag, „wenn allerdings dann die Deutschen spielen und die Nachfrage da ist, öffne ich natürlich“.