Starkregen und Hochwasser Ehrenamtler von „Meckenheim hilft“ unterstützen die Menschen im Saarland

Update | Meckenheim/Völklingen · Den ganzen Sonntag über haben Ehrenamtler des Vereins „Meckenheim hilft“ Menschen im Saarland geholfen, die von Hochwasser und Starkregen betroffen sind. Dabei wurden Erinnerungen an die Flut von Juli 2021 wach.

 Ehrenamtliche Helfer des Vereins "Meckenheim hilft" sind am Sonntag ins Saarland gefahren um dort bei Aufräumarbeiten zu unterstützen.

Ehrenamtliche Helfer des Vereins "Meckenheim hilft" sind am Sonntag ins Saarland gefahren um dort bei Aufräumarbeiten zu unterstützen.

Foto: Axel Vogel

Total erschöpft, aber mit dem Gefühl, Menschen in Not geholfen zu haben, ist am späten Sonntagabend ein Team des Vereins „Meckenheim hilft“ aus dem Saarland zurückgekehrt. Aufgrund der dortigen Hochwasserkatastrophe hatte sich der Vorstand von „Meckenheim hilft“ am Samstag spontan zu einer Hilfsaktion entschlossen.

Wie der Vereinsvorsitzende Stefan Pohl dem General-Anzeiger sagte, sei nach der Flut Mitte Juli 2021, die ja auch in Meckenheim große Schäden anrichtete, besonders aus dem Saarland viel Hilfe gekommen. „Davon wollten wir jetzt etwas zurückgeben“, so Pohl.

Von Lüftelberg nach Völklingen

So war am Sonntagmorgen ein Sprinter von „Meckenheim hilft“ vom Lüftelberger Gewerbegebiet aus nach Püttlingen im südlichen Saarland gestartet – beladen mit Pumpen, Eimern, Handschuhen, Schaufeln und was man sonst noch für Aufräumarbeiten nach einem Unwetter braucht. Mit dabei in dem neunköpfigen Team waren neben Pohl auch die Vorstandsmitglieder Ekkehard Höfs und Brigitte Kuchta. Vorausgegangen war am Samstag ein Aufruf, etwa Bautrockner, Reinigungs- und Lebensmittel zu spenden, dem Meckenheimer Bürgern gefolgt waren. Allerdings räumte Pohl ein: „Die Spendenbereitschaft hatte sich dieses Mal in Grenzen gehalten.“

Ehrenamtler von „Meckenheim hilft“ unterstützen im Saarland​
Foto: Axel Vogel

Vor Ort dirigierte ein lokaler Einsatzstab die Meckenheimer nach Völklingen. Dort wartete reichlich Arbeit auf sie. Erinnerungen an die Flut von 2021 kamen hoch. „Viele Hausbewohner hatte es teils schwer getroffen“, so Pohl. Keller wie auch Wohnbereiche seien überschwemmt worden. „Bereits bis Mittag konnten wir mehrere vollgelaufene Keller in Völklingen leerpumpen“, sagte er weiter.

Schnell gegen Schimmelbildung vorgehen

Der Starkregen hätte kleine Bäche so stark anschwellen lassen, dass ganze Straßenzüge unter Wasser gestanden hätten. „Es mussten Unmengen von zerstörtem Hausrat aus Kellern und Wohnungen auf die Straße geschafft werden“, führte Pohl aus. Die Menschen vor Ort seien bereits im Dauereinsatz gewesen, als die Meckenheimer am Sonntag ankamen.

Stefan Pohl (vorne) von dem Verein "Meckenheim hilft" macht ein Notstromaggregat einsatzbereit. Marcus Knopp (rechts) und Norbert Kesternich (links) sind ebenfalls bei den Aufräumarbeiten dabei.

Stefan Pohl (vorne) von dem Verein "Meckenheim hilft" macht ein Notstromaggregat einsatzbereit. Marcus Knopp (rechts) und Norbert Kesternich (links) sind ebenfalls bei den Aufräumarbeiten dabei.

Foto: Meckenheim hilft

Zwar sahen die Helfer aus Meckenheim keine Zerstörungen, die mit dem Ausmaß der Katastrophe etwa an der Ahr vergleichbar waren, trotzdem hatte es viele Anwohner teils schwer getroffen. Etwa ein älteres Ehepaar. „Wir haben praktisch das ganz Hab und Gut herausgeschafft, was beide im Laufe eines langen Lebens angeschafft hatten“, sagte Kuchta. „Auf der Straße wurde das Ganze dann in kurzer Zeit von einem Müllwagen entsorgt.“ Pohl ergänzte: „Genau wie bei uns damals 2021 in Meckenheim müssen in den Häusern schnell Bautrockner zum Einsatz kommen, um einer Schimmelbildung vorzubeugen.“

Zunächst hatte das Team von „Meckenheim hilft“ geplant, am Pfingstmontag erneut ins Saarland aufzubrechen. Nun wolle man aber zunächst eine konkrete Anforderung von lokalen Koordinatoren abwarten, so Pohl.

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