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Meckenheim übernimmt die Instandhaltungskosten nicht: Glockenspiel sorgt für Misstöne

Meckenheim übernimmt die Instandhaltungskosten nicht : Glockenspiel sorgt für Misstöne

Das Glockenspiel mit Kopfplastik am Neuen Markt, ein Werk des Künstlers Helmut Lander, wird von der Stadt in diesem Jahr nicht instandgesetzt . Die Summe von 15.000 Euro, die nötig wäre, um die Beweglichkeit der Eisenskulptur wiederherzustellen, wurde im Haushaltsplan 2015 nicht vorgesehen.

Die Einwendung von Meinolf Schleyer, Vorsitzendem des Heimatvereins Meckenheim e.V., gegen den Haushaltsplan, weil dieser Posten fehle, wurde mehrheitlich vom Rat bei Gegenstimmen der BfM-Fraktion abgelehnt. Eingehend hatten sich die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses mit der Einwendung befasst und schließlich die Ablehnung empfohlen. Es handele sich um eine freiwillige Leistung, für die er im Haushalt keinen Spielraum sehe, hatte Bürgermeister Bert Spilles erklärt. Urheberrechtlich gebe es keine Notwendigkeit zur Instandsetzung.

Das Glockenspiel sei das einzige namhafte Kunstwerk im öffentlichen Raum der Stadt und ein Markenzeichen des modernen Meckenheim, hatte BfM-Fraktionschef Johannes Steger seine Bedenken begründet. Helmut Schulten (BfM) hatte erklärt: "Wir müssen alle Dinge unseres Vermögens pfleglich behandeln." Darauf, dass die Stadt verpflichtet sei, für ihre Kunstwerke Instandhaltungsrückstellungen zu bilden, hatte auch Siegfried Schwaner (CDU) hingewiesen. "Unsere Prioritäten liegen anders", hatte SPD-Fraktionsvorsitzende Brigitte Kuchta betont. Sie schlug vor, das Thema in den Kulturausschuss zu verweisen und nach Sponsoren für die Instandsetzung zu suchen.

Er nehme das Thema gerne auf die Tagesordnung, sagte Kulturausschuss-Vorsitzender Rolf Engelhardt (SPD) zu. Dass er bereits im Namen des Heimatvereins im Jahr 2012 der Stadt die Übernahme der Kosten zur Instandsetzung der Kopfplastik als Schenkung angeboten hatte, darauf hatte Heimatvereins-Vorsitzender Schleyer in seiner Begründung zur Einwendung hingewiesen. Damals habe die Stadt die Schenkung wegen zu hoher Instandhaltungskosten abgelehnt.

Bereits 2011 hatte der Heimatverein den Teilbereich Glockenspiel der Eisenskulptur für etwa 15.000 Euro auf eigene Kosten als Geschenk an die Stadt instandsetzen lassen.