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Jungholzhalle Meckenheim: Wegen zu weniger Buchungen in den roten Zahlen

Zu wenige Buchungen durch Corona : Hohe Verluste für Meckenheimer Jungholzhalle

Viele coronabedingte Absagen machen die Planungen in der städtischen Jungholzhalle schwierig. Mit einer neuen Idee will die Verwaltung die Verluste nun schmälern.

Schwierig gestaltete sich die Situation rund um die Jungholzhalle schon in den ersten Jahren. Reparaturen und Anpassungen in der Ausstattung begrenzten damals die Möglichkeiten, die Halle zu vermieten. Nachdem diese Hürden genommen waren, brachte die Agentur Ruckes die Hallenauslastung in eine gute Startposition am Markt. Dann kam die Pandemie – und mit ihr die Absagen. Im Ausschusses für Schule, Sport und Kultur, der am Donnerstagabend tagte, sahen die Politiker einen Betrag von 18.870 Euro in roten Zahlen auf der Liste, die Tim Friedrich, Sachbearbeiter im Fachbereich Bildung, Kultur und Sport, vorgelegt hatte.

Unter den insgesamt 23 abgesagten Events fanden sich zugkräftige Veranstaltungen wie „Jeck auf Mallorca“, der Mädelsflohmarkt, Manfred Manns Earth Band und das Europaprojekt im Zuge der Reihe BTHVN 2020. Auch ein Benefizkonzert der Bürgerstiftung, der Abend mit dem Kabarettisten Jürgen B. Hausmann, der Antik-, Kunst- und Designmarkt sowie Abiturfeiern konnten wegen der Einschränkungen nicht stattfinden. Zudem stornierten Meckenheimer Vereine ihre Buchungen.

Halle wird auch für Prüfungen genutzt

Viele hätten ihre Veranstaltungen auf die zweite Hälfte des kommenden Jahres gelegt, einige ihre jedoch laut Friedrich ersatzlos gestrichen. Weil auch die kommenden Monate angesichts der Infektionszahlen viele Unsicherheiten mit sich bringen, konzentriere sich die Verwaltung darauf, die Halle anderweitig zur Nutzung zur Verfügung zu stellen. Kontakte mit Bildungseinrichtungen und Verbänden, die ihre notwendigen Prüfungen wegen Hygienevorschriften nicht mehr in eigenen Prüfungssälen durchführen können, bestünden bereits.

Bis zum Jahresende sind aktuell noch drei Veranstaltungen von Stadt und Schule geplant sowie sechs Prüfungstermine der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg. In der Summe stehen in den Büchern in den vergangenen zwölf Monaten (gerechnet bis inklusive Oktober) Mieteinnahmen von 28.322 Euro für insgesamt 34 Veranstaltungen. Dem gegenüber stehen 18.870 Euro an fehlenden Einnahmen wegen pandemiebedingten Absagen und Ausfällen. Im gleichen Zeitraum hatte die Stadt zwischen Oktober 2018 und 2019 insgesamt 38.021,63 Euro eingenommen.