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KGS Merl: Abschied von Schulrektorin Gabriele Vitt

Roboter-Programmierung zum Abschluss : Die KGS Merl nimmt Abschied von Schulerektorin Vitt

Schulleiterin Gabriele Vitt verlässt die KGS Merl. Für den Weg in den Ruhestand haben sich Kinder und Kollegium allerdings einiges ausgedacht.

 Zu ihrem Abschluss musste sich Gabriele Vitt noch einer echten Herausforderung stellen: einem eigens eingerichteten Hindernisparcours. Er war der Teil der Überraschungen, mit denen sich die Kinder und das Lehrerkollegium der Katholischen Grundschule (KGS) in Merl von der allseits beliebten Rektorin und Lehrerin verabschiedeten.

Sie waren am Freitag an der Reihe, nach einer offiziellen Verabschiedung am Donnerstag in Anwesenheit von Bürgermeister Holger Jung, Schulrat Lutz Killmann, Gemeindereferentin Annette Daniel, dem Kollegium, sowie Vertreterinnen und Vertretern des Fördervereins und der Elternvertretung der Schule.

Über Hindernisse zum Schreibtisch

Dazu hatten die Kinder für Vitt einiges vorbereitet. So war ihr Büro versperrt und der Weg zum Schreibtisch nur über einen eigens errichteten Parcours erreichbar. Diese kunstvolle Installation hatte am Donnerstagabend noch zu einem Fehlalarm in der Schule geführt. An den hatte im Eifer des Gefechtes zuvor niemand gedacht. Damit aber nicht genug der Herausforderungen: Alle Klassen hatten eine Rally vorbereitet, die es den ganzen Vormittag über zu meistern galt. Vom kulinarischen Quiz bis hin zur Roboter-Programmierung musste die zukünftige Pensionärin Aufgaben lösen. Der natürlich erste Preis war dann ein Exemplar des diesjährigen Mottoschals des Kölner Karnevals. Passend dazu gab es zum Auszug aus dem Schulgebäude nicht nur „Viel Glück und viel Segen“, sondern auch den Karnevalshit „Superjeilezick“ von Brings. Der rührte die so Geehrte sichtlich zu Tränen.

1956 geboren, studierte Gabriele Vitt nach dem Abitur an der Bonner Universität und startete 1978 mit ihrem Referendariat in Bad Honnef ihre pädagogische Laufbahn. Nach dem zweiten Staatsexamen machte sie Station in Oberhausen, Wisskirchen, Heimerzheim und schließlich in Meckenheim. Seit 2013 war sie Rektorin der KGS in Merl. Zum 1. Februar geht sie nun nach 42 Jahren Schuldienst in den Ruhestand.

Vitts Ziel war die Chancengleichheit

Traditionelle Feste waren Vitt immer ein besonderes Anliegen. So sorgte sie dafür, dass die Grundschule regelmäßig am Merler Karnevalsumzug teilnahm, führte den Martinstag an der Schule ein, las jeden Montag im Advent den Kindern Geschichten vor und lud alle Klassen zum gemeinsamen Singen vor den Ferien ein. Als Mutter von einer Tochter und einem Sohn, lag ihr immer das Wohle der Kinder am Herzen. Ihr Ziel war es, Schule so zu verändern, dass eine Chancengleichheit gegeben ist und alle Kinder mit ihren persönlichen Kompetenzen geschätzt werden. Ihr erzieherisches Motto war: „Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.“

Eine Nachfolgerin ist bisher noch nicht gefunden worden. Vorerst übernehmen drei Kolleginnen im Team die kommissarische Schulleitung.