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Kirchengemeinde Meckenheim: "Kirche in der Mitte der Gesellschaft"

Kirchengemeinde Meckenheim : "Kirche in der Mitte der Gesellschaft"

Reinhold Malcherek ist neuer Leitender Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde. Einführung am 16. Dezember

Im Februar 2010 wurde er als Pfarrverweser in Meckenheim eingesetzt - seit November ist Reinhold Malcherek jetzt Leitender Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde, die unter ihrem Dach 12 000 Gläubige vereint.

"Die Vorgeschichte ist abgeschlossen", erklärte der Theologe und meint den schließlich mit einem Vergleich geendeten Rechtsstreit des ehemaligen Meckenheimer Pfarrers Michael Jung mit dem Kölner Erzbistum. "Jetzt kann etwas Neues beginnen!" Das "Hin und Her der letzten Jahre" hat nach Auffassung des neuen Pfarrers auch etwas Gutes.

Die Gemeinde sei in dieser Zeit zu eigenem Selbstbewusstsein gekommen. Viele Ehrenamtliche haben, so Malcherek, das Gemeindeleben aufrecht erhalten. Die Meckenheimer Pfarrgemeinde sei "sehr lebendig" und der Eindruck, es liege einiges brach, sei falsch.

Auch könne er selbst, nachdem er mehr als zwei Jahre lang Pfarrverweser war, ohne Einarbeitungszeit die Geschicke lenken. Als Schwerpunkt seiner Arbeit betrachtet es Malcherek, einerseits etwas für die Pfarreiengemeinschaft der fünf im Meckenheimer Seelsorgebereich zusammengeschlossenen Pfarrgemeinden - St. Johannes Meckenheim, St. Michael Merl, St. Petrus Lüftelberg, St. Jakobus Altendorf-Ersdorf und St. Martin Wormersdorf - als Großes und Ganzes zu tun, andererseits die "Kirche im Dorf" zu lassen und zu schauen, was in den einzelnen Gemeinden wichtig ist.

Beide Pole wolle er stärken und in Spannung halten. Dazu sei Menschennähe nötig: "Das geht nicht vom Büro aus." Das Leben in einer christlichen Gemeinde brauche die Gemeinschaft und Punkte der Begegnung, betonte der Pfarrer: "Kirche gehört in die Mitte der Gesellschaft!"

Malcherek wurde 1960 in Ratingen geboren, studierte in Bonn und Münster Theologie und wurde 1989 zum Priester geweiht. "Wir waren der erste Jahrgang von Kardinal Meisner", erinnert er sich. Bis 1993 war Malcherek Kaplan in Frechen, danach ging er zum Studium nach Bamberg, das er 1999 mit der Promotion abschloss. Im Anschluss kam er als Subsidiar in Troisdorf-Bergheim "zurück ins Bistum". Ab 2001 war er für knapp zwei Perioden Dechant des Dekanates Troisdorf. In dieser Funktion war er schon von 2006 bis 2008 als Pfarrverweser in Niederkassel-Nord eingesetzt.

Der neue Meckenheimer Pfarrer gab seinen ursprünglichen Plan zu lehren zugunsten des Priesteramtes auf, interessiert sich immer noch besonders für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Theologie und liest in seiner Freizeit viele Fachbücher zu diesem Thema. Er hört gerne Jazz und klassische Musik, mag moderne Kunst und verbringt seine Urlaube dort, "wo die Natur viel zu bieten hat", meistens in den Bergen.

Den Umzug nach Meckenheim plant der 52-Jährige, der im Moment noch in Troisdorf wohnt, für das nächste Jahr. Die frühere Pfarrwohnung über dem Pfarrbüro in der Hauptstraße gegenüber der Kirche soll zu weiteren Büro- und Besprechungsräumen umfunktioniert werden.

Stattdessen wird der Pfarrer in der Adolf-Kolping-Straße wohnen, ebenfalls nur wenige Schritte von der Meckenheimer Kirche entfernt. Jüngst nahm Generalvikar Stefan Heße die Investitur von Malcherek vor. Am 16. Dezember wird der neue Pfarrer für Meckenheim in der Kirche St. Johannes der Täufer offiziell in seinen Dienst eingeführt.