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Erneuerung der Meckenheimer Einkaufsmeile kostet 7,2 Millionen Euro: Mammutprojekt liegt voll im Zeitplan

Erneuerung der Meckenheimer Einkaufsmeile kostet 7,2 Millionen Euro : Mammutprojekt liegt voll im Zeitplan

Kein Stein ist seit Mai 2014 auf Meckenheims Flaniermeile auf dem anderen geblieben: Seit 27 Monaten schon machen sich an der Hauptstraße sowie an benachbarten Arealen wie dem Kirchplatz die Bagger und Baufahrzeuge zu schaffen.

Mit 7,2 Millionen Euro schlägt die Sanierung und Modernisierung des Geschäfts- und Gastronomieboulevard zu Buche. Und: Das Mammutprojekt biegt auf die Zielgerade ein.

„Bis zum Zintemaat Anfang Dezember soll die Hauptstraße wieder komplett befahrbar sein“, berichtet Marion Lübbehüsen, Pressesprecherin der Stadt Meckenheim, auf GA-Anfrage. „Danach werden noch der Parkplatz am Obertorkreisel und der zurzeit provisorische Parkplatz am Niedertorkreisel neu gestaltet“, so Lübbehüsen. Was sie freut: Die kalkulierten Bauzeiten der jeweiligen Bauabschnitte konnten eingehalten werden, sodass der nunmehr letzte Bauabschnitt voll im Zeitplan liegt.

Die bislang über zwei Jahre währenden Arbeiten im Herzen der Apfelstadt haben Spuren hinterlassen – beeindruckende Spuren: Mit den neu gestalteten Fahrbahn- und Fußgängersektionen, modernen Sitzgelegenheiten, funktionellen Fahrradständern und der zeitgemäßen Straßenbeleuchtung erstrahlt die Hauptstraße im neuen Glanz. Auch an die Barrierefreiheit haben die Planer gedacht und allerlei Stolperfallen beseitigt.

War anfangs der Ärger über Lärm, Dreck, Vollsperrungen und Umfahrungen groß, zählt Baustellenkoordinator Peter Daube von der Stadt jetzt nach der Erfahrung von fünf Bauabschnitten ein rapide nachlassendes Aufkommen an Fragen von Anwohnern, Kunden oder den Bauleuten. „Meine Handynummer hat hier jeder“, berichtete Daube während eines Rundgangs an der Baustelle. Oft verlässt er sein Büro im Fachbereich Verkehr und Grünflächen des Meckenheimer Rathauses, um an „seiner“ Baustelle nach dem Rechten zu sehen – um schlicht vor Ort zu sein und sich Nöte und Bedürfnisse anzuhören.

Das war auch der Grund, warum die Stadt als Bauherr einen Baustellenkoordinator benannt hat – eine Art „Frühwarnsystem“ für verbale und technische Stürme aller Art. Montags bis freitags von 12 Uhr bis 13.30 Uhr war der Baufachmann mit den königsblauen Polohemden seines Lieblingsfußballvereins Schalke 04 im Baubüro, Hauptstraße 61, anzutreffen gewesen. Dem geringer werdenden Fragenaufkommen Rechnung tragend ist Peter Daube mittlerweile dienstags und donnerstags dort während der Mittagszeiten zur „Sprechstunde“ präsent.

Wie pragmatisch Planer und Bauleute zu Werke gehen, zeigte sich etwa während der Adventszeit. Um das Weihnachtsgeschäft der Einzelhändler nicht zu beeinträchtigen, stand die Baustelle von Ende November 2015 bis Januar 2016 still, und die Durchfahrt über die Hauptstraße war komplett freigegeben. Selbst große Festivitäten wie das heute beginnende Altstadtfest konnten mit der Sanierung in Einklang gebracht werden.

Und: Als Magnet – besonders für die Jüngsten – entpuppt sich der seit wenigen Wochen fertig gestellte Brunnen auf dem Kirchplatz. Viele Kinder lockte sein kühlendes Nass während der Sommerhitze zu einem spontanen Bad.