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„Toys2Masters“: Meckenheimer im Viertelfinale bei Bonner Bandwettbewerb „Toys2Masters“

„Toys2Masters“ : Meckenheimer im Viertelfinale bei Bonner Bandwettbewerb „Toys2Masters“

Der Meckenheimer Jakob Hoffmann nimmt mit eigenen Songs am Bonner Bandcontest „Toys2Masters“ teil und hat es schon ins Viertelfinale geschafft. Auftritte vor Online-Publikum haben Vorteile, findet der 19-Jährige, dessen Vorbilder Cat Stevens und Leonhard Cohen sind.

„Jisrael“ lautet der Künstlername von Jakob Hoffmann. Der 19-jährige Gitarrist und Sänger aus Meckenheim hat erst vor vier Jahren mit dem Gitarrenspiel angefangen, 2019 war er bereits mit Coverstücken von Bob Dylan und Cat Stevens als Straßenmusikant in der Bonner City unterwegs, 2020 stand er erstmals in seiner Schule, dem Konrad-Adenauer-Gymnasium, auf der Bühne. Seit März nimmt der Bonner Student der Geschichte und Komparatistik am 27. Bonner Toys2Masters Bandcontest teil.

Die Veranstaltung ist der mittlerweile größte Musikwettbewerb in Nordrhein-Westfalen, bei dem Solomusiker und Bands von Heavy Metal über Rock- bis Folkmusik um die meisten Votes des Publikums, in diesem Jahr coronabedingt online, wetteifern. Für Dezember ist das Finale angesetzt.

Die beiden Vorrunden hat „Jisrael“ mit Bravour gemeistert, auf Platz zehn startet der musikalische Newcomer ins Viertelfinale. Jakob Hoffmann tritt mit ausschließlich selbst geschriebenen Songs und Kompositionen an – einige von ihnen hat er in den vergangenen zwei Jahren verfasst, andere stammen frisch aus der Feder, denn Jakob komponiert und schreibt ausschließlich mit der Hand und nicht am PC.

Ob „Vivianne waits“ oder titellose Songs – eigene Erfahrungen aus unglücklich verlaufenen Liebesgeschichten oder manchmal auch Krankheiten werden vermischt mit Fantasy. „Dabei ist mir wichtig, Hoffnung zu verbreiten. Schwierigkeiten werden in meinen Liedern häufig durch göttliche Inspiration gelöst“, erzählt der Jung-Musiker, der sich in diesem Sinne an seinen Vorbildern Cat Stevens und Leonhard Cohen orientiert, deren lyrisch-poetischen Ausdruck er toll findet.

Online-Auftritte haben Vorteile

Er ist der einzige seiner sechs Geschwister, für den Musik zur Leidenschaft geworden ist. „Sie ist für mich Stimulation. Wenn ich Musik höre, gehen mir meistens die Texte unter die Haut.“ Genau das möchte er auch bei seinem Publikum erreichen. Daher findet er es genial, dass er nun durch den Wettbewerb seine Musik via Internet einem größeren Publikum vorstellen kann.

Er sagt: „Seit über einem Jahr gab es keine Möglichkeit mehr, irgendwo aufzutreten. Daher ist solch eine Veranstaltung in Zeiten der Pandemie auch so wichtig.“ Lampenfieber hatte er bei den Gigs bisher keines, „was auch daran liegen mag, dass in diesem Jahr kein Publikum vor Ort war“, erklärt Jakob. Während im Basic und Advanced Level, den beiden Vorrunden, noch meistens Bekannte, Verwandte und Freunde ihre beiden Votes ihrem Meckenheimer Favoriten zukommen ließen, wird ab der nächsten Runde, dem Viertelfinale, eine Jury bei der Bewertung der Kandidaten mitbestimmen, denn dann stehen auch die instrumentale Technik, Komposition und Performance der Teilnehmer auf dem Prüfstand.

Um sich möglichst perfekt auf ihre Gigs vorzubereiten, können die Teilnehmer zwischen den Levels an verschiedenen Workshops teilnehmen. So hat sich Jakob im Bereich Performance Tipps für eine bessere Bühnenpräsenz geholt.

Und so rechnet er sich gute Chancen auf den Sieg aus. „Vielleicht wäre dann der Sprung in eine Musikerkarriere möglich“, sagte Jakob. Er wäre dann auch bereit, sein Studium aufzugeben.