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18,5-Millionen-Euro-Projekt in Meckenheim: Neubau des Rathauses kann im November beginnen

18,5-Millionen-Euro-Projekt in Meckenheim : Neubau des Rathauses kann im November beginnen

Nach einem Gerichtsstreit um die Ausschreibung des Neubaus von Rathaus und Jungholzhalle in Meckenheim kann das 18,5 Millionen Euro teure Vorhaben beginnen. Umzug ist für April 2017 vorgesehen.

Aus vier mach eins. Es soll Rathausmitarbeiter in Meckenheim geben, die sich nicht erkennen würden, wenn sie sich auf der Straße begegneten. Der Grund: Bislang sind die rund 150 Mitarbeiter auf vier Standorte im Stadtgebiet verteilt. Doch seit Dienstag ist der Weg frei für den Bau des zentralen Rathauses am Siebengebirgsring - gleich neben der Jungholzhalle. 18,5 Millionen Euro lässt sich die Stadt das kosten.

Doch was heißt eigentlich neben der Jungholzhalle? Nach der Vision von Architekt Gunnar Ramsfjell aus Dortmund verschmelzen beide Gebäude zu einem stattlichen, aber alles andere als wuchtigen Ensemble. Schon Mitte November sollen die Bagger damit beginnen, die zusehends in die Jahre gekommene Veranstaltungshalle abzureißen. Wenn das Wetter mitspielt, ist bereits für Februar der Beginn für den Neubau terminiert.

Die gute Nachricht für die Rathausmitarbeiter: Den ersten Tag im viergeschossigen Neubau mit rund 6100 Quadratmetern haben erst mal alle frei. Denn laut Bauplanung ist das der 1. Mai 2017 - der Tag der Arbeit, ein bundesweiter Feiertag.

Unterschrift nach langer juristischer Auseinandersetzung

Überhaupt lag Feierlichkeit in der Luft, während Bürgermeister Bert Spilles und sein Technischer Beigeordneter Heinz-Peter Witt gestern in der nahezu leer geräumten Jungholzhalle ihre Unterschriften unter die Verträge zur Realisierung des Großprojektes setzten. Der Unterzeichnung war eine monatelange juristische Auseinandersetzung vorausgegangen. Eine bei der europaweiten Ausschreibung unterlegene Baufirma hatte Anfang des Jahres ein sogenanntes Nachprüfungsverfahren beantragt. Am 24. September endete das Verfahren vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf mit einem Vergleich.

"Wir machen alles neu - und das ist gut so", meinte Architekt Gunnar Ramsfjell. Als Siegerin aus dem europaweiten Verfahren ging die Goldbeck West GmbH aus Monheim hervor, die in der Region bereits den Telekom Dome auf dem Bonner Hardtberg realisiert hat.

Neben dem überzeugenden Entwurf für das Rathaus sowie die Räumlichkeiten für die politische Gremienarbeit und den Ratssaal hatte Goldbeck - als Nebenangebot - anstelle der Modernisierung den Abriss und Neubau der Jungholzhalle angeboten. Mit diesem Neubau bekommt die Stadt ein modernes Gebäude, das für Veranstaltungen mit bis zu 800 Besuchern genutzt werden kann.

Und: Die Karnevalisten haben sich bereits für den Hallenabriss gerüstet. Für die Proklamation der neuen Tollitäten am 21. November ziehen die Jecken nach Altendorf-Ersdorf.

[Aus vier Standorten wird einer: Behörde empfahl Zentralisierung]