Integration von Flüchtlingen : Neuer Integrationshelfer für Meckenheim gesucht

Meckenheim soll einen neuen Integrationshelfer bekommen. Der Bedarf dafür ist da, allerdings wollte der bisherige Träger der Aufgabe diese nicht mehr übernehmen. Das hat einen bestimmten Grund.

Die Stadt Meckenheim soll einen neuen Integrationshelfer bekommen. Das hat der zuständige Sozialausschuss auf seiner jüngsten Sitzung beschlossen, als Empfehlung an den Stadtrat, der eine finale Entscheidung trifft.

Bisher wurde die Aufgabe von der in der Jugend- und Sozialarbeit tätigen Rheinflanke übernommen. Da sich die Zusammensetzung und die Zahl der ankommenden Flüchtlinge geändert hat, fühlte sich die Rheinflanke nach Angaben der Stadt der Aufgabe allerdings nicht mehr gewachsen, sodass die Zusammenarbeit im Januar beendet wurde. Die entsprechenden Aufgaben wurden in der Zwischenzeit von Verwaltungsmitarbeiterin Monika Biesterfeldt übernommen.

Meckenheim bekommt derzeit mehr minderjährige und weibliche Geflüchtete zugewiesen. Und: Die Zahl der Geflüchteten hat sich wegen der Situationen in Weißrussland, Moria und Afghanistan wieder erhöht.

Wegen der Corona-Pandemie ist laut Stadtverwaltung zudem der Platzbedarf und Organisationsaufwand gestiegen. Deswegen „ist eine qualifizierte Betreuung unverzichtbar und ein schnellstmögliches lösungsorientiertes Handeln erforderlich“, heißt es in der Beschlussvorlage für die Ausschussmitglieder, die einstimmig angenommen wurde.

Nur die Caritas hat sich auf die Anfrage der Stadt gemeldet

Der Integrationshelfer oder die Integrationshelferin soll die Geflüchteten im täglichen Leben unterstützen. Etwa beim Schreiben von Bewerbungen oder der Wohnungssuche. Dies soll auch die angespannte Situation in den Unterkünften für Geflüchtete lindern, weil die Bewohner mit der Unterstützung schneller selbstständig werden.

Doch einen Träger für diese Aufgabe zu finden ist nicht ganz unkompliziert. Die Verwaltung hat drei potenzielle Träger angefragt, aber nur eine Zusage bekommen. Diese stammt von der Caritas. Diese arbeitet nach eigenen Angaben bereits mit anderen Kommunen in der Sache zusammen und könnte in Meckenheim schnell aktiv werden. Die Kooperation soll nach Willen der Verwaltung und des Ausschusses zunächst auf zwei Jahre befristet sein. Im Anschluss soll dann über das weitere Vorgehen entschieden werden.