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Verkehr in Meckenheim: Neuer Verkehrsknoten für die L 261

Verkehr in Meckenheim : Neuer Verkehrsknoten für die L 261

Der Unternehmerpark Kottenforst bei Meckenheim wächst und wächst. Die Erweiterungsfläche wird nun doch nicht über einen Kreisel an die Landstraße 261 angeschlossen.

Warum Straßen NRW einen Kreisverkehr am künftigen neuen Knotenpunkt auf der L261 zwischen Sängerhof und der Kreuzung Bonner Straße/Gudenauer Allee nicht für sinnvoll hält und welche weiteren Schritte es in Richtung Ausbau geben kann, erläuterte Bernd Egenter von Straßen NRW im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr. Die Ausschussmitglieder votierten schließlich für den Knotenpunkt mit gemeinsamer Planung und Bauausführung.

Städtebauliche Entwicklung und die Entwicklung der Verkehrswege gehören zusammen, so Egenter in seinen Ausführungen. Nach den Erfassungen des Verkehrsaufkommens sei eine Ampellösung mit verkehrsabhängiger Steuerung an der vorgesehenen zweiten Zufahrt zum Unternehmerpark Kottenforst die sinnvollste Lösung.

Straßenbauamt lehnt Kreisel ab

Einem Kreisverkehr hatte der Straßenbauträger eine Absage erteilt, weil der Hauptverkehr lediglich in zwei Richtungen fließt. Deshalb könne laut Egenter ein Kreisel dort seine reguläre Funktion, Verkehr aus verschiedenen Richtungen aufzunehmen und abzuleiten, nicht erfüllen. Mit Blick auf die Verkehrszählungen der Vergangenheit müsse man den Ausbau in jeder Fahrrichtung zweistreifig inklusive Abbiegespur planen. Zusätzlich soll neben den neuen Fahrspuren die rund 800 Meter lange Lücke im Radweg vom Sängerhof bis in die Stadt entlang der L261 geschlossen werden.

Allerdings müssten für diese Gesamtlösung anteilige Grundstücke erworben werden. Der Vertreter von Straßen NRW schlug vor, die Planungen der gesamten Maßnahmen in die Hände der Stadt zu legen und den anschließenden Bau unter Federführung von Straßen NRW ebenfalls gemeinsam anzugehen. In die Bauarbeiten bezog er auch den Abschnitt von der L261 bis zum Kreisel im Unternehmerpark ein.

Von einem gemeinsamen Vorgehen erhoffte Egenter Synergieeffekte beim Grundstückserwerb, den Baukosten und in der Qualität der Ausführung. Zudem sagte er eine Vollkostenübernahme für die Planungszuständigkeit im Bereich von Straßen NRW und die Übernahme einer zusätzlichen Verwaltungskostenpauschale im Falle einer Planung durch Kapazitäten der Stadt Meckenheim zu.

Bauchschmerzen in der Verwaltung

Eben diese Kapazitäten seien in der Meckenheimer Verwaltung ebenso wie in vielen anderen Bereichen angespannt, stellte Tobias Pötzsch (Grüne) dem Vorschlag entgegen. Auch Daniel Südhof (SPD) sorgte sich, dass Planungskapazitäten der Stadt in Anspruch genommen werden könnten „und sich dann jahrelang nichts tut“. Einen konkreten Zeitplan, wie unisono von Christian Dickmann (CDU), Friedemann Weckbach-Mara (FDP) und Roland Nestler (BfM) erbeten, konnte Egenter nicht nennen. Zu viele Faktoren spielten in solche Abläufe hinein, so Egenter.

Den neuen Knotenpunkt müsse man in jedem Fall bauen, um eventuellen Regressansprüchen von Unternehmen im Unternehmerpark vorzubeugen, argumentierte Beigeordneter Heinz-Peter Witt. „Als Verwaltung haben wir die gleichen Bauchschmerzen. Aber ich würde lieber den Spatz in der Hand nehmen als die Taube auf dem Dach“, sagte Witt. Für ebendiesen Spatz entschieden sich die Ausschussmitglieder schließlich einstimmig.