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Berufsbildung in Meckenheim: Neuntklässler aller Schulformen punkten mit guten Antworten

Berufsbildung in Meckenheim : Neuntklässler aller Schulformen punkten mit guten Antworten

210 Schüler stellten sich dem Berufseignungstest des Meckenheimer Verbundes. Rund 80 Prozent der Neutklässler konnten den Test bewältigen. Auffällig viele Schüler, egal welcher Schulform hatten aber Probleme mit Mathematik.

Was ein iPhone ist, muss Heranwachsenden nicht erklärt werden, was ein Hobel ist, hingegen schon. So bunt und facettenreich wie das Leben selbst kommt der Berufseignungstest des Meckenheimer Verbundes daher. Kein Wunder, dass Thomas Radermacher, Kreishandwerksmeister für Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis, mit hörbarer Süffisanz in der Stimme so manches Ergebnis der Testung von 210 Mädchen und Jungen der Geschwister-Scholl-Hauptschule, der Theodor-Heuss-Realschule und des Konrad-Adenauer-Gymnasiums kommentierte. Aber: Sehr erfreulich sei, so der Schreinermeister, dass mehr als 80 Prozent der Neuntklässler den ausgeklügelten Fragenkatalog bewältigt haben.

Die Atmosphäre im Pädagogischen Zentrum (PZ) des Meckenheimer Schulcampus erinnert an den letzten Schultag: Drei hohe Stapel mit Papier liegen auf der Bühne. Mitunter recht angespannt sitzen die Neuntklässler auf ihren Stühlen. „Ihr seid ein guter Jahrgang“, sagt Radermacher.

Die fünf Meckenheimer Handwerksunternehmen Metallbau Hardy, Badstudio Schweiss, Glaserei Harwardt, Bedachungen Degen und Schreinerei Radermacher hatten in den neunten Klassen aller drei Schulen den gemeinsamen Berufseignungstest in Klausurform initiiert. „Es gab vieles zum Lachen, manches zum Weinen und vieles zum Staunen“, resümiert der Kreishandwerksmeister.

Viele lesen die Aufgabenstellung nicht richtig

Auffallend sei, dass viele Testanten – gleich welcher Schulform – mit der Mathematik ihre Probleme hätten. „Ohne Rechnen werdet ihr nicht durchs Leben kommen“, bekundet Radermacher. Das sei eine Fertigkeit, die in so ziemlich jedem Beruf und unverhofft auch im Alltag auftauchen könne. Aber: Bei genauerer Betrachtung der Prüfungsergebnisse fördern die Korrektoren auch einen Grund fürs Scheitern bei den Rechenaufgaben zu Tage: „Viele haben einfach die Aufgabenstellung nicht richtig gelesen“, sagt er.

Froh, dass auch seine Schüler am Berufseignungstest teilnehmen können, ist Dirk Bahrouz, Direktor des Konrad-Adenauer-Gymnasiums. „Er bereitet auf das Leben vor“, findet Bahrouz.

Nichts sei schlimmer, als wenn Schüler ihre Schule ohne Berufsperspektive verließen, meint Peter Hauck, Rektor der Geschwister-Scholl-Hauptschule. Und: Die Unternehmen hätten mittels des Tests schon manches Talent entdeckt, bekundet Radermacher.

Als bestanden gilt die Prüfung, die die Unternehmen zum 13. Mal anbieten, wenn mehr als 50 Prozent aller Fragen richtig beantwortet sind. Den besten Teilnehmern offeriert der Verbund Einkaufscoupons im Wert von 400 Euro.

Das beste Ergebnis in der Geschwister-Scholl-Hauptschule schafften Bartosz Walachowski und Lukas Mente mit je 83 Prozent vor Seyyit Barut mit 80. Bei den Neuntklässlern der Theodor-Heuss-Realschule siegte Niklas Decker (84) vor Carina-Sophie Seefeld (83) und Jonas Spitz (82).

In den Reihen des Konrad-Adenauer-Gymnasiums war Ella Katharina Petzold mit 92 Prozent erfolgreich, vor Pauline Rave, Carlos Ersoy sowie Muhammed Celik mit 91 Prozent.