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Ortsdurchfahrt in Altendorf/Ersdorf soll sicherer werden

Sicherheit für Fußgänger : Ortsdurchfahrt in Altendorf/Ersdorf soll sicherer werden

Seit Langem fordern Menschen aus Altendorf und Ersdorf mehr Sicherheit für Fußgänger in den Ort. Nun hat der Meckenheimer Rat dafür eine wichtige Entscheidung getroffen.

Das Vorhaben, die Sicherheit der Fußgänger entlang der Ortsdurchfahrt von Altendorf-Ersdorf zu verbessern, wird konkreter. In der letzten Ratssitzung  vor der Sommerpause brachten die Kommunalpolitiker einstimmig die Entwurfsplanung für eine Verkehrsinsel als Querungshilfe auf der Ahrstraße in Altendorf sowie für die Gehwegverbreiterung auf der Rheinbacher Straße in Ersdorf auf den Weg.

An der eine Woche zuvor stattgefundenen Versammlung zum Thema hatten knapp 35 Bürger teilgenommen. Die Eigentümerversammlung besuchten etwa 20 Betroffene, sagte der technische Beigeordnete Heinz-Peter Witt.

Eine Stelle bleibt zu eng

Ziel der an der Rheinbacher Straße vorgesehenen Maßnahme sei, wenigstens auf einer Seite einen durchgängigen Gehweg zu schaffen, berichtete Witt. Der Gehwegausbau an der auf diesem Abschnitt in den Bürgersteig ragenden Treppe werde allerdings nicht in einer Breite möglich sein, dass ein Rollstuhlfahrer dort passieren könnte, sagte Witt auf Nachfrage von Brigitte Kuchta (SPD). Die Verwaltung müsse den Betroffenen empfehlen, dort auf die gegenüberliegende Straßenseite zu wechseln.

Otmar Soukup (CDU), Ortsvorsteher von Altendorf, empfand die vorgesehenen Änderungen trotzdem als guten Schritt, vor allem in Richtung der Schulwegsicherung. Auch wenn weder diese Maßnahme noch die ebenfalls vorgesehene Querungshilfe an der Ahrstraße auf der Höhe der Gaststätte Ohm Hein „der Weisheit letzter Schluss“ sei. Viele Ortsansässige hatten sich in der Vergangenheit ein Tempolimit gewünscht. „Gegen Tempo 30 hätte sicher keiner etwas einzuwenden, aber wir kennen ja die rechtliche Situation“, sagte Soukup.

Es bleibt bei Tempo 50

Weil die Ahrstraße und in der Verlängerung die Rheinbacher Straße als Landesstraße den Hauptdurchgangsverkehr ableiten, ist die Anordnung einer geringeren Höchstgeschwindigkeit als innerorts 50 Stundenkilometer nicht ohne Weiteres zulässig, heißt es  dazu vom zuständigen Straßenbaulastträger, dem Landesbetrieb Straßenbau. Eine Ausnahme davon existiert bisher lediglich auf der Höhe des Grundschulzugangs. Bürger, Vertreter aller Fraktionen und die Verwaltung hatten ihre Bemühungen zur Verkehrsberuhigung in dem stark verkehrsbelasteten Doppelort in den vergangenen Jahren verstärkt.

Unter anderem nutzen Autofahrer die Ortsdurchfahrt verstärkt, wenn sich der Verkehr auf der parallel verlaufenden A 61 staut. Neben den nun verabschiedeten Auftragsvergaben für Entwurfsplanungen steht weiterhin eine Fahrbahnverschwenkung am Ortseingang aus Richtung Wormersdorf im Fokus.