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Station für Pannenhilfe zwischen Meckenheim und Rheinbach: Radfahrern geht auf der Apfelroute die Luft nicht aus

Station für Pannenhilfe zwischen Meckenheim und Rheinbach : Radfahrern geht auf der Apfelroute die Luft nicht aus

Am Campus Klein-Altendorf zwischen Rheinbach und Meckenheim eröffnet die erste Radservicestation an dem 124 Kilometer langen Themenradweg.

So ein Urlaub bringt nicht nur Erholung mit sich, er verschafft mitunter auch Inspiration für die Zeit zu Hause. Beispiel: Dirk Leifeld, Leiter der Caritas-Werkstätten in Düren, entdeckte während einer Auszeit in Bayern vor vier Jahren eine Radservicestation am Wegesrand: Rund um die Uhr hält diese ein praktisches Arsenal an Fahrradwerkzeug bereit. Der Anblick brachte Leifeld ins Schwärmen. Am Freitag eröffnete am zwischen Meckenheim und Rheinbach gelegenen Campus Klein-Altendorf der Universität Bonn die erste Radservicestation an der Rheinischen Apfelroute – gebaut von den Caritas-Werkstätten, die Leifeld leitet.

Die Station, aufgestellt vom ADFC Bonn/Rhein-Sieg, besteht aus einer 1,60 Meter hohen Säule aus Edelstahl, die Radlern die Reparatur ihres Fahrrades während einer Tour ermöglicht. Das defekte Fahrrad kann dort wie in einer professionellen Fahrradwerkstatt aufgehängt werden. Hochwertiges Werkzeug ist an Stahlseilen befestigt und steht für Reparaturen zur Verfügung. Zudem gibt es eine Fußpumpe mit Druckluftmesser für alle gängigen Ventile.

Neben dem Logo der Caritas prangen drei weitere Signets auf der Säule. Sie ist ein echtes Gemeinschaftswerk. Der Logistikdienstleister United Parcel Service (UPS) half dem ADFC mit einer Spende in Höhe von 2000 Euro, die Rhein-Voreifel Touristik kümmerte sich um den Standort, die Stadt Rheinbach übernahm die Arbeiten für Fundament und Aufstellung. „Ein platter Reifen, eine verkeilte Kette oder ein rappelndes Schutzblech sind hier schnell repariert“, lobt Dietmar Pertz, Sprecher der Rheinbacher ADFC-Ortsgruppe, die Neuanschaffung.

Der Standort am Campus sei wahrlich mit Bedacht gewählt, findet Professor Ralf Pude, Wissenschaftlicher Leiter des Campus Klein-Altendorf. „Die Radfahrer haben von hier einen schönen Blick auf unsere Forschungsstätten und Gewächshäuser oder das Gelände der Geodäten, die dort Sensoren testen“, sagt Pude. Da sich gleich neben der Station ein Tisch samt Bänken befindet, verweilten dort viele radelnde Nutzer der Apfelroute, weiß der Professor. „Das soll kein Unikat sein, es ist zur Nachahmung empfohlen“, sagte Bürgermeister Stefan Raetz. Die nächste Station dieser Art werde 2021 am Bahnhof Rheinbach aufgestellt, berichtete Torsten Bölinger, Leiter des Tiefbauamtes der Stadt.

„Es wäre gut, wenn wir an allen radtouristischen Routen wie den stark befahrenen Strecken an Sieg, Agger, Rhein und Ahr sowie Strecken wie der Wasserburgenroute noch mehr solcher Serviceangebote hätten, vielleicht verbunden mit einem kleinen Rastplatz, wie das jetzt in Rheinbach realisiert wurde“, meinte Axel Mörer, Sprecher des ADFC Bonn/Rhein-Sieg. Die 124 Kilometer lange Apfelroute, die alle sechs linksrheinischen Kommunen miteinander verbindet, erfreue sich großer Beliebtheit, sagte Eva Julia Konrath, Geschäftsführerin des Rhein-Voreifel-Tourismus. „Die Rückmeldungen der Radfahrer sind toll, und wir sind für jede weitere Aufwertung der Route dankbar“, so Konrath.