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Hilfe im Notfall: Rettungspunkte im Ersdorfer Wald haben sich schon bewährt

Hilfe im Notfall : Rettungspunkte im Ersdorfer Wald haben sich schon bewährt

Die Stadt Meckenheim und die örtliche Feuerwehr schaffen Orientierung für Notfälle im Wald. Wanderer sollten sich die Markierungen merken.

Die Rettungspunkte im Ersdorfer Wald sind nun vollständig markiert. Bürgermeister Holger Jung, Revierförsterin Janine Tölle, Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Meckenheim und ein Mitarbeiter des städtischen Bauhofs erläuterten an an einem der 17 Rettungspunkte, wie Rettungskräfte im Notfall per festgelegter Wegbeschreibung direkt an den Ort des Geschehens kommen.

 Stehen an einem der Schilder von 17 Rettungspunkten im Wald (v.l.): Bürgermeister Holger Jung, Revierförsterin Janine Tölle, stellvertretender Wehrleiter Hans-Peter Heinrichs, Gerätewart der FFW Meckenheim Oliver Fischer, Christoph Rehn vom Baubetriebshof und Wehrleiter Günter Wiegershaus.
Stehen an einem der Schilder von 17 Rettungspunkten im Wald (v.l.): Bürgermeister Holger Jung, Revierförsterin Janine Tölle, stellvertretender Wehrleiter Hans-Peter Heinrichs, Gerätewart der FFW Meckenheim Oliver Fischer, Christoph Rehn vom Baubetriebshof und Wehrleiter Günter Wiegershaus. Foto: Petra Reuter

Forstmitarbeiter, Holzkunden, Radfahrer und Wanderer sind regelmäßig im Wald unterwegs. Unfälle und Notfälle können jederzeit vorkommen. „Es gab schon zwei Fälle, in denen es gut war, dass wir die Punkte hatten“, berichtete die Revierförsterin. In einem Fall erlitt ein Holzkunde im Wald einen Herzinfarkt, in dem anderen verunglückte ein Forstmitarbeiter. Dank der klar definierten Orte und der guten Wegbeschreibungen konnten Rettungskräfte die Betroffenen schnell finden. „Beide Fälle sind gut ausgegangen“, sagte Tölle.

Insgesamt zwölf Rettungspunkte im Ersdorfer Wald

Realisiert hatten das Projekt die Freiwillige Feuerwehr, die Revierförsterin und die Stadt gemeinsam. Zwölf Rettungspunkte liegen im rund 500 Hektar großen Ersdorfer Wald und im Eifelfuß. Zwei Schilder stehen am Waldfriedhof in Merl und dem dortigen Wald. Im Bereich zwischen Bahnhof Kottenforst, Industriegebiet und Unternehmerpark weisen drei Markierungen auf die Rettungspunkte hin. Günter Wiegershaus, Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Meckenheim, zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis, denn „im Falle eines Falles geht es um Minuten."

Sein Stellvertreter Hans-Peter Heinrichs sei Vater des Projekts und habe viele Stunden damit zugebracht, die Rettungspunkte gemeinsam mit den anderen Beteiligten festzulegen, Koordinaten aufzunehmen und Wegbeschreibungen zu fixieren. Oliver Fischer von der Freiwilligen Feuerwehr und Christoph Rehn vom städtischen Bauhof montierten die Schilder. Geben Menschen im Notfall nun die Rettungspunktkennung an, erhalten die Fahrer mit dem Alarm gleichzeitig die passenden Koordinaten mitsamt Wegbeschreibung.

Jung fand den Zeitpunkt der Fertigstellung des Projekts günstig: „Die Menschen wandern in Coronazeiten gerne und vermehrt“, sagte er. Der Aufwand für die Stadt lag bei rund 400 Euro Materialkosten plus Personalaufwand. Die Nummern der Punkte merkt man sich beim Spaziergang, fotografiert sie auf seinem Weg oder man nutzt die App „Hilfe im Wald".