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Rhein-Sieg-Kreis plant Gewässerbegehung​

Hochwasservorsorge : Rhein-Sieg-Kreis plant Gewässerbegehung

Die Untere Wasserbehörde des Rhein-Sieg-Kreises möchte Gewässer in den Kreiskommunen begehen. Bei der Reihenfolge gibt es eine Priorisierungsliste.

Der Rhein-Sieg-Kreis plant bei der Hochwasservorsorge eine Gewässerbegehung. Im Fokus stehen dabei Gewässerabschnitte in den besiedelten Bereichen, weil hier das größte Schadenspotenzial bestehe, teilt der Kreis in einer Presseinformation mit.

Begehung, keine Gewässerschau

Wie Antonius Nolden, Pressesprecher des Rhein-Sieg-Kreises, auf Nachfrage erklärte, handelt es sich dabei nicht um die beispielsweise in Meckenheim geforderte Gewässerschau. Eine solche Gewässerschau sei ein rechtlicher Begriff und an ein vorgegebenes Prozedere geknüpft. Dazu gehöre die Beteiligung der Öffentlichkeit wie der Presse. Die nun vorgesehene Begehung der Gewässer habe dagegen vor allem Bereiche im Blick, die an oder auf privaten Grundstücken verlaufen. Federführend ist die Untere Wasserbehörde im Amt für Umwelt- und Naturschutz des Rhein-Sieg-Kreises. Sie beurteilt, wo Schadenspotenziale vorliegen. Dabei handele es sich meist um Veränderungen, die private Anlieger vorgenommen haben wie Mauern, Terrassen, Komposthaufen oder Gartenhäuschen an Gewässern. Bei der Begehung sollen darunter mögliche Missstände erfasst werden. Selbstverständlich würden Grundeigentümer rechtzeitig über die Begehung informiert. „In den meisten Fällen sind die Anliegenden einsichtig und beseitigen die Missstände selber“, so Kreis-Umweltdezernent Christoph Schwarz.

Hardtbach bei Alfter ist zuerst an der Reihe

Zur Planung wurden rund 74 Kilometer Gewässerstrecke über alle Kreiskommunen bis auf Niederkassel aufgelistet, die grundsätzlich infrage kommen. Diese wurden unterteilt und für die Reihenfolge der Begehungen eine Priorisierungsliste erstellt. Hier liegt der Hardtbach in Alfter auf dem ersten Platz, gefolgt vom Breniger Mühlenbach. Der Altendorfer Bach ist auf Platz drei, der Ersdorfer Bach auf Platz acht. Wann genau aber die Begehungen stattfinden, darüber konnte Nolden noch keine Aussage treffen. Geplant sei, die priorisierte Gruppe noch dieses Jahr anzugehen. Insgesamt werde diese intensive Vor-Ort-Arbeit ein Dauerprogramm der Wasserbehörde für die nächsten Jahre sein, so die Pressemitteilung. Der Kreistag habe dem Rechnung getragen und im Nachtragshaushalt 2022 zusätzliches Personal für die Wasserbehörde bereitgestellt.