Kulturverein gegründet Kurden in der Voreifel wollen ihre kulturellen Wurzeln vorm Vergessen bewahren

Meckenheim/Rheinbach · Seit Jahren bemühen sie sich um Integration, ihre eigenen Traditionen sollen aber nicht aussterben – Wie 350 Kurden in Meckenheim und Rheinbach damit umgehen, mehr als eine Kultur in sich zu tragen.

In der Meckenheimer Altstadt betreibt der Zelxider-Verein eine Begegnungsstätte. Hier der Vorstand um den Vorsitzenden Irfan Eray (Mitte). Alev Polat (4.v.l.) leitet die Kita „Pusteblume“, Alican Tayfur (4.v.r.) sitzt für die CDU im Stadtrat.

In der Meckenheimer Altstadt betreibt der Zelxider-Verein eine Begegnungsstätte. Hier der Vorstand um den Vorsitzenden Irfan Eray (Mitte). Alev Polat (4.v.l.) leitet die Kita „Pusteblume“, Alican Tayfur (4.v.r.) sitzt für die CDU im Stadtrat.

Foto: Alexander C. Barth

Der Name steht in Großbuchstaben auf der Fassade eines früheren Imbisses am Meckenheimer Marktplatz: „Zelxider“. Das „Z“ wird ausgesprochen wie der erste Laut von „Sonne“, das „x“ wie der mittlere Laut in „acht“. Zelxider ist der kurdische Name eines Dorfes in Ostanatolien, das den türkischen Namen Saribaşak trägt. Zugespitzt könnte man sagen, dass das halbe Dorf heute in der Voreifel lebt: An die 100 Familien sind in den vergangenen Jahrzehnten eingewandert. Heute sind es etwa 350 Personen, die zum Teil schon in vierter Generation in Deutschland leben, die meisten von ihnen in Meckenheim, ein kleinerer Teil in Rheinbach.