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Stadt Meckenheim holt Bürgerversammlung zu "Rücklage Kottenforst" nach

„Rücklage Kottenforststraße“ : Stadt plant Neubaugebiet mit viel Grünfläche

Für das Neubaugebiet „Rücklage Kottenforststraße“ gibt es bereits drei Varianten. Die Stadt Meckenheim hat sich jetzt für eine entschieden. Diese beinhaltet insgesamt 58 Wohngebäude, die sich in Doppel- und Einfamilienhäuser einteilen sowie in einen westlich gelegenen Block mit einer möglichen Mehrfachnutzung. Allerdings möchte die Stadt Meckenheim eine Bürgerversammlung zu dem Neubaugebiet noch nachholen.

Pandemiebedingt ist nicht alles im vergangenen Jahr nach dem üblichen Plan verlaufen, sagte Waltraud Leersch, Fachbereichsleiterin Stadtplanung und Liegenschaften, im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr. So konnte entgegen den Gepflogenheiten der Stadt bisher keine Bürgerversammlung zum Neubaugebiet „Rücklage Kottenforststraße“ stattfinden.

Auch wenn die Beteiligung der Bürger in dieser Phase nicht vorgeschrieben sei, sei es guter Grundsatz in Meckenheim, Bürgerversammlungen im Vorfeld durchzuführen, sagte Leersch. Es sei schade, dass wegen des Ausfalls bisher keine Anregungen aus der Bürgerschaft auf diesem Wege einfließen konnten. Wenn die Umstände es zulassen, soll das laut Fachbereichsleiterin nachgeholt werden.

Mehrere Dutzende Einfamilien- und Doppelhäuser

Im Sommer 2020 war immerhin eine Eigentümerversammlung möglich gewesen, berichtete Leersch. Die Verwaltung skizzierte dort das Vorhaben und bereitete Planungen vor. Klaus Zimmermann von der Ingenieurgesellschaft ISU stellte drei Varianten vor. Allen Vorschlägen gemeinsam war ein Wasserreservoir im nördlichen Zipfel des Baugebiets. Weiterhin sei die Lage der römischen Wasserleitung bisher nicht sicher fixiert, sodass sich die Planungen noch ein wenig verschieben können, so Zimmermann. Während die erste Bauweise eher statische Strukturen mit 59 aufgereihten Einfamilien- und Doppelhäusern sowie wenig öffentlichem Grün aufwies, zeigte der zweite Plan eine etwas aufgelockerte Bebauung mit 55 Gebäuden und einem Grünzug entlang der wahrscheinlichen Lage der römischen Wasserleitung.

Noch aufgelockerter und variabler in der Grundstücksaufteilung sahen die Ausschussmitglieder in der dritten Variante einen fächerartig aufgeteilten Hauptteil in der Mitte des Gebiets. Insgesamt 58 Wohngebäude teilten sich in Doppel- und Einfamilienhäuser sowie in einen westlich gelegenen Block mit einer möglichen Mehrfachnutzung auf. Auch hier deutete ein Grünzug die römische Wasserleitung an. Mit rund 5300 Quadratmetern enthält der Vorschlag den größten Anteil öffentlicher Grünflächen. Erreichbar wäre das Gebiet dann über die Kottenforststraße, den Schall-von-Bell-Weg und über die Straße Auf den Steinen.

Grundstücksgrößen im Neubaugebiet liegen zwischen 350 und 480 Quadratmetern

Auch wenn der Bebauungsplan vorhandene Gärten einiger bereits bebauter Grundstücke tangiert, ändere sich für die betroffenen Grundstückseigentümer außer der Widmung nichts, betonte Leersch. Die Grundstücksgrößen im Neubaugebiet lagen laut Zimmermanns Ausführungen zwischen 350 und 480 Quadratmetern. Bei der Geschossigkeit wolle man sich wahrscheinlich an der Nachbarbebauung orientieren, eine zweigeschossige Bauweise sei jedoch wirtschaftlicher. In der Beratung trugen die Volksvertreter Argumente für einen Spielplatz, eine Tiefgarage oder eine Halbtiefgarage unter einem Spielplatz, Photovoltaikanlagen, Fahrradstellplätze als Alternative zu Rädern, Garagen und den Erhalt des dörflichen Charakters vor. Das Votum fiel schließlich einstimmig für die weitere Verfolgung der Vorschlagsvariante drei.