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Flyer zur Inklusion: Stadt will in "leichter Sprache" informieren

Flyer zur Inklusion : Stadt will in "leichter Sprache" informieren

Einen Flyer in "leichter Sprache" mit Informationen aus dem Sozialbereich soll die Stadtverwaltung Meckenheim erarbeiten. Das hat der Ausschuss für Familie, Integration und Soziales einstimmig beschlossen. Mit dem Flyer will die Stadt Meckenheim Menschen mit kommunikativen Handicaps, zum Beispiel Lernschwierigkeiten, erreichen.

Der entsprechende Antrag war von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen gestellt worden. Barrierefreiheit als Kernbestandteil der Inklusion beginne nicht erst im öffentlichen Raum, sondern bei der Sprache, so die Begründung. Der Flyer mit zielgruppenbezogenen Informationen aus dem Sozialbereich soll ein erster Schritt auf dem Weg zu einer Öffentlichkeitsarbeit im Sinne der Inklusion sein.

Weitere diesbezügliche Anträge behalten sich die Grünen vor. Leichte Sprache sei nicht zu verwechseln mit "bürgerfreundlicher Sprache". Sie bestehe fast ausschließlich aus Hauptsätzen und werde durch Bildzeichen ergänzt. Bernhard Hartmann, der als sachkundiger Bürger die Fraktion im Ausschuss repräsentiert, regte an, Texte der Stadt Köln zum Vorbild zu nehmen.

Rechtliche Bedenken von FDP und CDU konnte der Erste Beigeordnete Holger Jung zerstreuen, da die leichte Sprache eine Übersetzung darstelle und nichts verfälscht werde. Ein solcher Flyer sei aus Sicht der Verwaltung "leistbar", sagte Jung. Werner Schreck, Fachbereichsleiter für Soziales, ergänzte, dass etwa 95 Prozent der Klienten seines Bereichs das persönliche Gespräch mit den städtischen Mitarbeitern vorzögen. Ein Ratgeber des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum Thema "Leichte Sprache" liege ihm bereits vor.