Umfrage der linksrheinischen Kommunen Wie kann Klimaneutralität gelingen?

Rhein-Sieg-Kreis · Bis 2045 wollen die Städte und Gemeinden im Linksrheinischen klimaneutral sein. Aber wie soll das funktionieren? Antworten auf diese Frage sollen nun auch die Bürger geben. Darum geht es.

 Auch der Bau von Windrädern und Solarparks kann zur Klimaneutralität beitragen. Symbolbild: dpa

Auch der Bau von Windrädern und Solarparks kann zur Klimaneutralität beitragen. Symbolbild: dpa

Die Gemeinde Swisttal und die Stadt Meckenheim rufen zur Teilnahme an einer Umfrage zur Klimaneutralität auf. Hinter dem Begriff steht das Vorhaben, dass nur so viel klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) in die Atmosphäre abgegeben, wie auch kompensiert wird. Das bedeutet einerseits, den Ausstoß so viel möglich zu senken, und andererseits die Kohlenstoffbindung zu erhöhen, etwa durch Aufforstung.

Die Klimaregion Rhein-Voreifel, bestehend aus den sechs linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis-Kommunen Alfter, Bornheim, Meckenheim, Rheinbach, Swisttal und Wachtberg, hat beschlossen, bis spätestens zum Jahr 2045 klimaneutral zu werden.

Dazu lässt sie derzeit ein interkommunales Klimaneutralitätskonzept erstellen. Im Einklang mit dem Bundesziel der Klimaneutralität bis 2045 würden kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen aus unterschiedlichen Handlungsfeldern zur Erreichung des Ziels erarbeitet, heißt es auf der Internetseite der Gemeinde Swisttal.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind gefragt

Der Ausbau der erneuerbaren Energien, mehr Maßnahmen für den Umweltschutz: Klimaneutralität ist eines der großen Themen dieser Zeit. Mit dem Europäischen Klimagesetz hat sich die EU verpflichtet, bis 2050 klimaneutral zu werden. Mit Blick auf die regionale Zielmarke im Jahr 2045 hat der Bornheimer Stadtrat beispielsweise beschlossen, die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2035 um mindestens 80 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken.

Zur Erreichung solcher Ziele sind nicht nur die Kommunalverwaltungen gefragt, sondern alle Bürgerinnen und Bürger. „Die Gemeinde Swisttal beschreitet gemeinsam mit der aktiven Unterstützung der lokalen und regionalen Akteure aus Wirtschaft, Politik, Vereinen, Ehrenamt und Bürgerschaft den Weg in eine klimaneutrale Zukunft“, heißt es auf der Internetseite der Gemeinde.

Aus diesem Grund können sich die Menschen in der Region nun mittels einer Umfrage zu Wort melden. Es geht darum, welche Aspekte in Sachen Klimaneutralität besonders von Bedeutung sind. Ebenso können eigene Vorschläge für konkrete Maßnahmen eingereicht werden.

Zwei Expertinnen für den Klimaschutz

„Somit kann jede und jeder Einzelne wichtige Impulse für das Klimaneutralitätskonzept setzen und eine nachhaltigere und klimafreundlichere Zukunft mitgestalten“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Meckenheim. Die Umfrage ist nach Kommunen gegliedert, wobei bislang (Stand Donnerstagmittag) erst die Teil-Umfragen für Meckenheim und Swisttal freigeschaltet sind. Zu finden sind sie auf www.klima-rv.de/umfrage.

Die Verwaltungen der sechs linksrheinischen Kommunen engagieren sich schon seit 2007 gemeinsam für den Klimaschutz. Koordiniert wird das Ganze mittlerweile von zwei interkommunalen Klimaschutzmanagerinnen: Yvonne Liczner und Alexandra Bohlen, die bei der Bornheimer Stadtverwaltung angesiedelt sind.

Für weitere Informationen und bei Fragen sind Alexandra Bohlen unter ☏ 022 22/94 53 65 oder per E-Mail an alexandra.bohlen@stadt-bornheim.de sowie Yvonne Liczner unter ☏ 022 22/ 94 53 66 oder per E-Mail an yvonne.liczner@stadt-bornheim.de zu erreichen.

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