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Energietag in Meckenheim: Wenn die Hausfassade Strom erzeugt

Energietag in Meckenheim : Wenn die Hausfassade Strom erzeugt

Es geht um Umweltschutz, und es geht um eine Entlastung des Geldbeutels: Erneuerbare Energien sind ein wichtiges Thema.

Praktische Tipps und hilfreiche Informationen gibt die Projektgruppe "Erneuerbare Energien, Energieeffizienz" um Hermann Schlagheck bei ihrem Energietag am kommenden Samstag, 7. November, in Meckenheim. Der Tag bietet zweierlei: Ab 10 Uhr stehen Vorträge im städtischen Gebäude Im Ruhrfeld 16 (Sitzungssaal S 1) auf dem Programm. Zudem können am Nachmittag beispielhafte Gebäude in der Umgebung besichtigt werden, die energieeffizient gebaut oder saniert wurden. Die Teilnahme ist kostenlos.

Den jährlichen Energietag veranstalte man, "weil wir die Menschen bewegen wollen, mit der Energie sparsam umzugehen und damit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten", so Hermann Schlagheck im Namen der Projektgruppe, die im Zuge des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts (ILEK) der sechs Kommunen im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis - Alfter, Bornheim, Meckenheim, Rheinbach, Swisttal und Wachtberg - gegründet wurde.

Am kommenden Samstag geht es in den Vorträgen um drei energetische Themen. Den Auftakt macht Projektgruppenmitglied Wolfgang Rösler, der über Dämmmöglichkeiten bei Alt- und Neubauten referiert, Dämmmaterialien aus natürlichen Rohstoffen wie Hanf oder Flachs vorstellt und Vergleiche zu mineralölbasierten Materialien zieht. Jörg Rummeni, RWE-Projektleiter Effizienz, erläutert in seinem Vortrag die Nutzungsmöglichkeiten von Nachtstromspeicherheizungen - ein Thema, das besonders in Meckenheim interessieren dürfte.

Denn dort nutzen noch rund 3500 Haushalte diesen Heizungstypus. Durch technische Maßnahmen kann die Nachtstromspeicherheizung in eine energieeffizientere Tagstromspeicherheizung überführt werden, so Schlagheck. Seit drei Jahren läuft ein entsprechender Modellversuch der RWE in 20 Haushalten. Die Ergebnisse sollen am Samstag vorgestellt werden. Außerdem will Rummeni ein geplantes weiteres Modellprojekt vorstellen, das unter dem Namen Komfortheizung läuft.

Aber auch die Nutzung von Strom aus Photovoltaikanlagen für den Eigenverbrauch wird bei der Veranstaltung Thema sein. Durch die Reduzierung der Einspeisungsgebühren von 0,50 Euro auf 0,12 Euro, die die Besitzer von Solaranlagen beim Einleiten ihres Stroms ins öffentliche Netz erhalten, haben sich die Voraussetzungen für den Einbau solcher Anlagen verändert.

"So überlegen sich manche Photovoltaikbesitzer mittlerweile, wie sie ihren Strom selbst nutzen können. Die Leute, die jetzt PV-Anlagen aufs Dach setzen wollen, sollten eine Speicherkapazität ins Auge fassen", sagt Schlagheck. Möglichkeiten zur privaten Speichernutzung stellt Referent Alexander von Elstermann von der Firma nds solar concept aus Bornheim vor.