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Irritation um „Verabschiedung“ : Meckenheimer Ortsvorsteher Schwaner, Sell und Koll wollen weiter machen

Irritation um „Verabschiedung“ : Meckenheimer Ortsvorsteher Schwaner, Sell und Koll wollen weiter machen

Für Irritationen hat das Wort „Verabschiedung“ im Zusammenhang mit einer Ehrung während der letzten Ratssitzung der aktuellen Wahlperiode in Meckenheim gesorgt. Denn: Die drei Meckenheimer Ortsvorsteher Siegfried Schwaner (Lüftelberg), Michael Sell (Merl) und Ferdinand Koll (Ersdorf) hören gar nicht auf. Sie treten zur Wahl am Sonntag an und wollen ihr Ehrenamt als Ortsvorsteher fortführen.

Schon ein Wort kann gehörig Verwirrung stifften – in diesem Fall das Wort „Verabschiedung“: Traditionell bedankt sich Meckenheims Bürgermeister Bert Spilles zum Ende der Wahlperiode bei den Ortsvorstehern, stellvertretenden Bürgermeistern und Ratsmitgliedern. Bei der Berichterstattung über diese Verabschiedung ist dem General-Anzeiger ein Fehler unterlaufen: Zwar bedankte und „verabschiedete“ sich Spilles bei allen vier Ortsvorstehern, allerdings hat nur einer in der Rieg erklärt, aufhören zu wollen, die anderen drei treten zu Wahl am Sonntag, 13. September, an, auch um ihr Ehrenamt als Ortsvorsteher zu verteidigen.

Aber der Reihe nach: Nur Ralf Decker, Ortsvorsteher von Altendorf, tritt nicht mehr zur Wahl an. Die drei Meckenheimer Ortsvorsteher Siegfried Schwaner (Lüftelberg), Michael Sell (Merl) und Ferdinand Koll (Ersdorf) hören hingegen nicht auf. Sie treten zur Wahl am Sonntag an und wollen ihr Ehrenamt als Ortsvorsteher fortführen. Und noch ein Name ist im Artikel nicht korrekt genannt. Der aktuell stellvertretende Bürgermeister heißt natürlich nicht Michael Sell sondern Michael Sperling.

Wiederverwendbare Namensschilder aus nachwachsenden Rohstoffen hatten die Verwaltungsmitarbeiter zur letzten Ratssitzung der Wahlperiode auf den Einzeltischen aller Ratsmitglieder aufgestellt. Daneben ein Apfel mit einem kunstvoll in die Schale gefrästem „Dankeschön“. Acht Ratsmitglieder hörten feierliche Abschiedsworte von Bert Spilles.

Er dankte den scheidenden Aktiven Ralf Decker, Rolf Engelhardt, Tim Romankiewicz, Helmut Schulten, Heidi Wiens, Anne Viehmann, Peter Zachow und Lothar Zschaubitz für ihr Engagement und die politische Arbeit. Zudem würdigte Spilles die Familien der Politiker, die jenen den Rücken für ihre Arbeit im Dienst der Gesellschaft freigehalten haben.

Die Ortsvorsteher wurden traditionell verabschiedet. Aber: Ferdinand Koll (Ersdorf), Siegfried Schwaner (Lüftelberg) und Michael Sell (Merl) stehen für die kommende Wahlperiode selbstverständlich erneut zur Wahl. Sie hätte Bert Spilles gerne zusammen mit Michael Sperling verabschiedet, der aber beruflich verhindert war, sagte die scheidende Heidi Wiens.

Im Jahr 2008 habe sie ihn „inthronisiert“, spielte sie mit karnevalistischer Terminologie auf Spilles bunte Kostüme im jecken Jahresreigen an. In diesem Jahr dürfe sie Spilles verabschieden. Neben den vielen Modernisierungen und Sanierungen in der Stadt haben die Bürger von ihm Geradlinigkeit, Ehrlichkeit und die Fähigkeit zum Kompromiss erfahren, so Wiens. „Es hat immer Spaß gemacht, mit dir zu arbeiten.“