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Melanie Hake ist Jugendleiterin der evangelischen Gemeinde Meckenheim

Evangelische Gemeinde Meckenheim : Wandern, Radfahren und der FC

Melanie Hake will als Jugendleiterin der evangelischen Gemeinde Meckenheim die Jugendlichen mitreden lassen.

Festlich und dennoch fröhlich geriet der Einführungsgottesdienst für Melanie Hake, die neue Jugendleiterin der evangelischen Gemeinde Meckenheim. Dafür sorgten in der Friedenskirche auch Kantor Maximilian Friedrich und seine Band.

Trotz anstehender Strukturreform, die auch die Reduzierung der Zahl der Kirchenzentren von drei auf eins beinhaltet, konnte die 32-jährige studierte Gemeindepädagogin ihre neue Tätigkeit bereits Anfang Juli antreten. „Wir haben immer wieder deutlich gemacht, dass wir in Menschen statt in Steine investieren wollen. Uns ist es wichtig, Menschen zu haben, die den Glauben weitergeben“, sagte Pfarrerin Franziska Hageloch im Gottesdienst.

Jugendliche sollen mitreden

Erste Aktionen hat Hake bereits in den vergangenen Wochen auf die Beine gestellt. So gab es zum Beispiel einen Konfirmandenball, damit „die Jugendlichen ihre schönen Kleider noch einmal anziehen konnten“, so die neue Jugendleiterin. Beim Ball  gab es auch alkoholfreie Cocktails, deren Rezepte die jungen Leute für die Feier nach dem Gottesdienst noch einmal verwandten.

Hake hat für ihre neue Tätigkeit kein festgeschriebenes Konzept. Nur soviel: Sie möchte die bereits vorhandene Jugendarbeit durch weitere attraktive Angebote ausbauen, stets unter der aktiven Beteiligung der Jugendlichen. „Die Themen Bibel und Glauben werden dabei eher unterschwellig behandelt“, machte sie deutlich.

Geboren und aufgewachsen in Hürth, war für sie die eigene Konfirmandenzeit ausgesprochen prägend für ihren künftigen Berufsweg. „Meine Eltern sind nicht sehr religiös. Sie stellten es mir damals frei, ob ich mich konfirmieren lassen wollte oder nicht“, erinnert sie sich. Eine Entscheidung, die sie nie bereut hat. Denn die Konfirmandenzeit fand sie so toll, dass sie in die Jugendarbeit der Gemeinde einstieg und dort jahrelang ehrenamtlich tätig war.

Fan des 1. FC Köln

Nach der Realschule und dem Abschluss der Höheren Handelsschule mit Ausbildung zur Bürokauffrau samt Fachabitur entschloss sich Hake doch noch zum Studium der Gemeindepädagogik und Diakonie in Bochum. Die erste Stelle nahm sie in einer Kirchengemeinde in Köln-Lindenthal an. Die Stellenausschreibung in Meckenheim gefiel ihr so gut, dass ein Standortwechsel Richtung Süden in Betracht kam.

Geblieben ist jedoch ihre Begeisterung für den 1. FC Köln, für dessen Heimspiele sie eine Dauerkarte hat. Dennoch möchte sie in Meckenheim gemeinsam mit ihrem Partner Wurzeln schlagen. Aktuell hat das Paar bereits mit der Wohnungssuche begonnen. Ist die Wohnung erst einmal gefunden und eingerichtet, hat Hake  vielleicht auch mehr Zeit, ihren Hobbys wie Radfahren, Wandern und Drachensteigen nachzugehen. „Ich kann es kaum erwarten, mit Euch gemeinsam Eure und meine Ideen umzusetzen“, so Hake. Segenswünsche für die kommende Arbeit brachten die Mitglieder des Jugendausschusses dar.