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Neue Gemeindereferentin der katholischen Kirchengemeinde in Wachtberg

Neuer Posten : Ein Wechsel in die bunte Vielfalt

Mitten in der Corona-Pandemie trat Elisabeth Schmitz ihre neue Stelle als Gemeindereferentin von Sankt Marien Wachtberg an. Ihren Start hat sie sich etwas wohl anders vorgestellt.

Ihren Start am neuen Arbeitsplatz hatte sich Elisabeth Schmitz vermutlich anders vorgestellt. Mitten in der Corona-Pandemie hat sie ihren Dienst als Gemeindereferentin der katholischen Kirchengemeinde Sankt Marien in Wachtberg angetreten. Immerhin nicht im Frühjahr, sondern im September, sodass die Gemeindemitglieder die Gelegenheit hatten sie ein wenig kennenzulernen.

Schmitz hat schon einige Stationen hinter sich und blickt auf gut 30 Jahre Erfahrung in der Gemeindearbeit zurück. Da war als Erstes eine Stelle in ihrem Heimatbistum Augsburg nach abgeschlossenem Studium in Religionspädagogik und Kirchlicher Bildungsarbeit an der Universität Eichstätt. Dann zog sie über Erfurt mit ihrem Mann nach Düsseldorf. Im Süden der Landeshauptstadt arbeitete die Mutter von zwei inzwischen erwachsenen Kindern sechs Jahre lang als Gemeindereferentin. Diese Aufgabe übernahm sie auch nach einem erneuten Umzug nach Bad Honnef.

Unterstützung bei der Kommunionvorbereitung

Nach 17 Jahren hat Schmitz sich für einen „Perspektivwechsel“ entschieden, wie sie im aktuellen Pfarrmagazin der Kirchengemeinde schreibt. Und der führte sie auf die andere Rhein-Seite nach Wachtberg. Mit dem Erzbistum war sie schon länger bezüglich einer Veränderung im Gespräch, dort wurde dann eine halbe Stelle frei.

Für sie durchaus eine neue Erfahrung: ein Arbeitsbereich, dessen Kirchorte sich über eine so große Fläche verteilen. Sie habe in den ersten Monaten schon versucht, sich einen Überblick zu verschaffen. „Die Kommunionvorbereitung hat dabei geholfen“, sagt Schmitz. Sie erlebe eine „bevölkerungsmäßig bunte Vielfalt“ im Drachenfelser Ländchen. Ein Beispiel: Fritzdorf sei ländlicher geprägt als Pech, das mache sich bemerkbar. „In Bad Honnef ist die Bevölkerung eher homogen.“

Ihre Aufgaben drehen sich im Kern um die Unterstützung bei der Kommunionvorbereitung, die pastorale Begleitung der drei ans katholische Familienzentrum angeschlossenen Kitas und die Begleitung der kfd-Gruppen. Aktuell ist das alles sehr eingeschränkt, in die Kindergärten kann sie gar nicht gehen. Die Kontaktaufnahme mit der Gemeinde ist ins Digitale und ans Telefon verlegt. Für sie kein Hindernis: „Es ist erstaunlich viel möglich“, sagt Schmitz. „Man muss halt kreativ sein.“

Verknüpfungen und Vernetzungen innerhalb der Pfarrgemeinschaft vertiefen

Sie fühlt sich gut aufgenommen und ist „der Situation entsprechend gut“ angekommen. Die etwas längere Anfahrt von ihrem Wohnort im Siebengebirge wird mit einem tollen Ausblick auf ebendieses belohnt. Sie möchte jetzt die Entwicklungen und Prozesse begleiten, die in der Gemeinde anstehen. Ein wichtiges Anliegen ist es ihr, die Verknüpfungen und Vernetzungen innerhalb der Pfarrgemeinschaft zu vertiefen, sagt sie. Fürs Erste steht ohnehin an, nach der Pandemie das Gemeindeleben wiederzubeleben. Dann stehen ja auch langfristig strukturelle Veränderungen an. Stichwort: Sendungsbereich. „Das ist nicht nur ein innerkirchlicher Prozess, sondern auch eine gesellschaftliche Entwicklung.“ Und ganz selbstverständlich ist für sie die Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche. Immerhin komme sie aus der paritätischen Stadt Augsburg. „Ich bin damit aufgewachsen.“