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Fachkraft eingestellt: Neue Umweltexpertin für Wachtberg

Fachkraft eingestellt : Neue Umweltexpertin für Wachtberg

Die Gemeinde hat nach einem Bürgerantrag eine neue Fachkraft eingestellt. Es gibt Kritik an der fehlenden Wahrnehmung von Zuständigkeiten.

Auf einen Bürgerantrag vor rund zwei Jahren geht eine seit dem 1. Juli 2020 besetzte Stelle im Fachbereich Gemeindeentwicklung und Bauleitplanung zurück. Mit Daniela Roth hat die Gemeinde eine Fachkraft dazugewonnen, deren Studienschwerpunkte in den Bereichen Ökologie, Landschaftsökologie und Ökotoxikologie lagen. Im Team mit der seit 1991 in der Kommune tätigen Melanie Kamradt bringt sie sich im Bereich Natur, Umwelt und Landschaftsschutz in Wachtberg ein. Unmut regte sich zuletzt angesichts geringer Informationen für die Bürger. „Ich engagiere mich viel im Umweltbereich“, erklärte die Wachtbergerin Birte Kümpel zu diesem Punkt. Sie hatte seinerzeit den Bürgerantrag eingereicht. Beim Planungsausschuss im letzten Jahr habe man die neue Kraft vorstellen wollen, erinnerte sich die Wachtbergerin und ergänzte: „Das stand nicht einmal auf der Tagesordnung.“ Somit habe niemand, der sich für Umweltbelange interessiert, die nun Zuständige überhaupt wahrnehmen können.

Noch keine persönliche Vorstellung

Der tatsächliche Beitrag der jungen Frau habe sich an diesem Abend weitgehend auf die Nennung ihres Namens und den Studiengegenstand beschränkt, sagte die auch im naturnahen Schaugarten aktive Wachtbergerin. „Ich fand das seltsam. Das ist doch eine offizielle Stelle, die Ansprechpartner für die Bürger sein soll“, so Kümpel. Alles, was man über diese Stelle wissen wollte, habe sie selbst erst einmal herausfinden müssen. „Ich kenne viele Menschen, die sich für die Umwelt engagieren“, so Kümpel. Viele ärgerten sich über diese oder jene Umweltbelange. Sie selbst habe in solchen Situationen schon oft darauf hingewiesen, dass man bei Umweltanliegen die entsprechende Stelle bei der Gemeinde ansprechen könne, sagte die engagierte Frau. „Och, wir haben eine Umweltfachkraft? Das wusste ich ja gar nicht!“ So und ähnlich seien in der Regel die Reaktionen.

Arbeitsschwerpunkt: Bürgerberatung

Auf GA-Nachfrage im Rathaus waren auch unter Einhaltung der aktuell geltenden Vorsichtsmaßnahmen weder eine persönliche Vorstellung der Person noch ein Fototermin möglich. Die Arbeitsschwerpunkte der jungen Frau lägen bei den Beratungen von Bürgern zu Fragen aus dem Natur- und Umweltbereich, informierte die Gemeinde. Auch den Baubetriebshof berate Roth bei der Gestaltung von gemeindeeigenen Flächen. Zudem wirke sie bei Anliegen der Bauleitplanung sowie bei der Erstellung eines Klimafolgeanpassungskonzeptes mit und digitalisiere Daten aus dem Umwelt- und Planungsbereich.

Aktuell befinde sich die seit einem halben Jahr tätige Kraft „aufgrund der Komplexität des Aufgabenbereiches noch in der Einarbeitung“, hieß es weiter von der Gemeinde. Durch die Auswirkungen der Pandemie und den kommunalpolitischen Wechsel konnten laut weiterer Auskunft neue Projekte noch nicht begonnen werden.

Ansprechpartnerinnen für Umweltfragen bei der Gemeinde: Melanie Kamradt ☎ 02 28/9 54 41 53, E-Mail: melanie.kamradt@wachtberg.de,  Daniela Roth: ☎ 02 28/9 54 41 39, E-Mail: daniela.roth@wachtberg.de.