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Hochschule Bonn-Rhein-Sieg: Bodo Hombach gibt seine erste Vorlesung

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg : Bodo Hombach gibt seine erste Vorlesung

Die Sitzordnung passt ihm nicht, weil er nicht alle Studenten sehen kann, das lässt Bodo Hombach mehrfach durchblicken. Aber ansonsten ist der Dozent bei seiner ersten Lehrveranstaltung an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg bestens gelaunt.

"Medienmanagement und -politik heißt der Kurs? Na, das passt ja", meint er freundlich zur Begrüßung. Es ist Dienstag, 13 Uhr, und Hombach spricht in Rheinbach vor 21 Kursteilnehmern. Und reden kann er, der studierte Sozialwissenschaftler und frühere Politiker - das merken die Studenten aus unterschiedlichen Semestern schnell.

"Ich werde jedes Mal einen Gast mitbringen, damit wir die Zeit auch sinnvoll füllen können", sagt Hombach mit einem Lächeln. Jeweils vier Stunden dauert die blockähnliche Vorlesung. Diesmal begleitet den Ex-Geschäftsführer der WAZ-Gruppe ein anderer Medienexperte: Andreas Rudas, Vorstandsmitglied der RTL Group.

Die beiden Männer sind langjährige Weggefährten, gehen freundschaftlich miteinander um. Bevor Rudas aber einen Überblick über seinen aktuellen Arbeitgeber RTL gibt, will Hombach von den Studenten wissen, was sie hertreibt. "Dann weiß ich besser, was ich Ihnen anbieten soll", sagt der Leiter der Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik, die unter dem Dach der Uni Bonn firmiert.

Von "Ich möchte meinen Horizont erweitern" bis hin zu sehr konkreten Vorstellungen zu Marketing-Jobs reichen die Antworten. Hombach will mit den Studenten aktuelle Entwicklungen des deutschen Medienbetriebs diskutieren. "Über Medien kann man nicht mehr sprechen, ohne gleichzeitig Quoten, Auflagenentwicklung oder Reichweite und damit Einnahmen zu betrachten", meint der Dozent, der im Wintersemester an der Hochschule lehrt.

Und natürlich geht es in seinem Kursus auch um die Rolle der Medien in der Politik. Und er wirft eine These in den Raum, die die Studenten aufhorchen lässt: "Die Zahl der Medieneinflussnehmer in Berlin ist doppelt so hoch wie die Zahl der akkreditierten Journalisten." Am 30. Oktober geht es weiter mit Teil 2 der Veranstaltung. Bis dahin hat Hombach seine Studenten ausreichend mit Lektüre versorgt.