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Bonum Logistik baut ein neues Logistikzentrum in Rheinbach

Gewerbepark Nord in Rheinbach : Neues Logistikzentrum schafft mehr Lagerfläche und 25 neue Arbeitsplätze

Das Rheinbacher Unternehmen Bonum Logistik bezieht im Sommer ein neues Logistikzentrum im Gewerbepark Rheinbach-Nord I. Mehr Lagerfläche entsteht und 25 neue Arbeitsplätze werden geschaffen.

Eigentlich wollte das Familienunternehmen Bonum Logistik einen Standort am Rheinbacher Wolbersacker haben. Das hat nicht geklappt, aber die jetzige Lösung ist keineswegs eine Verschlechterung: Die lokale GmbH, die Lagerflächen für Betreiber von Online-Shops inklusive Pack-, Versende- und Marketingservice zur Verfügung stellt, wird voraussichtlich im kommenden Sommer in ein neues Logistikzentrum im Gewerbepark Rheinbach-Nord einziehen. Dort errichtet das Rheinbacher Palnungsbüro gerade im Auftrag der Catella Real Estate AG im Gewerbepark thirteen/seven die entsprechenden Gebäude.

Einziehen werden dort  laut Bonum-Geschäftsführer Jörn Jesko die Bereiche Lager und Online-Shop-Logistik, die derzeit noch in Euskirchen bewirtschaftet werden. Die bisherige Verwaltung bleibt bestehen. „Die neuen Flächen haben großen Charme für uns“, erklärt er. Denn man erweitere sich auf zunächst 5221 Quadratmeter Lager, inklusive Flächen in Zwischenetagen, und 232 Quadratmeter Büro- und Sozialflächen. „Zudem erhalten wir eine vernünftige und moderne Andienung der Lkw über den Tiefhof, sodass die Be- und Entladung deutlich schneller sein wird als bisher bei ebenerdiger Bewirtschaftung.“

25 neue Arbeitsplätze sind geplant, es könnten mehr werden

25 neue Arbeitsplätze  werden man damit für die Region schaffen. Und es könnten noch mehr werden. Denn Bonum Logistik mietet nach der bisherigen Planung nur etwa das halbe Logistikzentrum an. Weitere rund 4900 Quadratmeter Lagerfläche bleiben vorerst ungenutzt. Aber: „Die Überlegungen gehen jetzt bereits dahin, die Halle auf Grund unseres Wachstums mit anzumieten und der Expansion von Bonum Logistik weiteren Schub zu verleihen“, so Jesko.

Das Familienunternehmen mit aktuell 74 Mitarbeitern und 3,1 Millionen Euro Umsatz in diesem Jahr setzt ihm zufolge auf Nachhaltigkeit: „Jobräder und -tickets, PV-Anlage auch auf der Verwaltung, Hybridfahrzeuge, nachhaltige Verpackungen, Recycling der Verpackung, kaum Einsatz von Kunststoffverpackungen machen unsere CO2-Erzeugung sehr niedrig.“

Rheinbach liegt in einer attraktiven Logistikregion

Das passt zur Catella Real Estate AG, die damit wirbt, in nachhaltige Logistikimmobilien zu investieren. Sie erwarb das Gelände im Gewerbegebiet über den Immobilien-Spezialfonds „Catella Logistik Deutschland Plus“, mit dem gezielt „Objekte in guten bis sehr guten Lagen etablierter Logistikregionen“ finanziert werden sollen, die eine flexible Nutzung gewährleisten und Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. „Rheinbach ist in der attraktiven Logistikregion ‚Kölner Bucht‘ gut an die Infrastruktur angebunden und hat ein etabliertes und prosperierendes Gewerbegebiet“, erklärt Catella-Sprecherin Birgit Wehrmann. Zu den Nachhaltigkeitskriterien gehöre auch, dass die Nutzer „nicht in den Bereichen Rüstung, gefährliche Chemikalien, Suchtmittel oder Kernkraft, Kohle, Erdöl tätig sein“ dürfen.

Bei aller Freude über den gefundenen Investor zeigt sich Jesko jedoch enttäuscht über die vorherige Absage für das Gebiet am Wolbersacker. „Logistiker sind nicht gerne gesehen“, mutmaßt er. Zumindest nicht die kleinen ortsansässigen Familienbetriebe: „Für DHL wurde wohl eine Ausnahme gemacht.“ Von der Stadt Rheinbach gab es dazu keine Stellungnahme: Das seien interne Vorgänge der Rheinbacher Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungs-GmbH.