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DHL-Logistik-Zentrum im Gespräch: CDU Rheinbach spricht sich für linksrheinisches Corona-Impfzentrum aus

DHL-Logistik-Zentrum im Gespräch : CDU Rheinbach spricht sich für linksrheinisches Corona-Impfzentrum aus

Die Christdemokraten in Rheinbach sehen die Notwendigkeit für ein weiteres Corona-Impfzentrum im Rhein-Sieg-Kreis und haben das DHL-Logistik-Zentrum im Industrie- und Gewerbegebiet Wolbersacker oder ein leerstehendes Gewerbegebäude im Gewerbe- und Industriegebiet Nord vorgeschlagen.

Für ein zusätzliches Corona-Impfzentrum im linksrheinischen Kreisgebiet setzt sich die CDU Rheinbach ein und hat sich auf die Suche nach möglichen geeigneten Standorten in Rheinbach gemacht. Ihr Vorschlag: das DHL-Logistik-Zentrum im Industrie- und Gewerbegebiet Wolbersacker oder ein leer stehendes Gewerbegebäude im Industrie- und Gewerbegebiet Nord in der Boschstraße.

„Wir halten ein Impfzentrum im Linksrheinischen für äußerst notwendig“, sind sich der Rheinbacher CDU-Vorsitzende Markus Pütz und die beiden Ärzte in den Reihen der CDU, Oliver Funken und Timo Wilhelm-Buchstab, einig. Der Rhein-Sieg-Kreis sei mit seiner Flächenausdehnung und seiner Bevölkerungszahl viel zu groß, um die Impfungen mit nur einem Impfzentrum um Rechtsrheinischen zeitgerecht gewährleisten zu können. „Man muss sich frühzeitig um einen geeigneten Standort für ein zweites Impfzentrum im Linksrheinischen kümmern“, so Pütz zur Initiative seiner Partei.

Funken, Vorsitzender des Hausärzteverbandes Nordrhein und Mitglied in dessen Krisenstab, fürchtet ebenso wie sein Arztkollege Wilhelm-Buchstab, dass gerade die sogenannten hochvulnerablen Gruppen wie über 70-Jährige aus dem Linksrheinischen von einer Corona-Impfung ausgeschlossen werden könnten, weil für sie das rechtsrheinische Impfzentrum in der Asklepios-Kinderklinik in Sankt Augustin kaum oder nur mit erheblichen Schwierigkeiten zu erreichen sei.

Die Lage des DHL Logistik-Zentrums hingegen halten sie einerseits wegen der verkehrstechnischen Erreichbarkeit für ideal. Der Bahnhaltepunkt Römerkanal liegt in fußläufiger Nähe, die Anbindung für den Autoverkehr ist ebenso gegeben wie groß dimensionierte Parkflächen. Auch von den räumlichen Gegebenheiten her biete das DHL Logistikzentrum aus ihrer Sicht ausreichend Potenzial, um die notwendige Logistik bei 200 Impfungen pro Tag zu realisieren. So sei etwa die räumliche Kapazität vorhanden, um die Personen nach den Impfungen noch für einen bestimmten Zeitraum zu beobachten.

Mit den infrage kommenden Betrieben müsse natürlich gegebenenfalls gesprochen werden, so Wilhelm-Buchstab. Und man müsse gegebenenfalls auch eine gewisse Solidarität der Betriebe einfordern, so Funken.