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Chemie-Unfall in Rheinbach: Kölner Bezirksregierung ermittelt

Ursache Chemie-Unfalls noch unklar : Kölner Bezirksregierung ermittelt in Rheinbacher Firma

Wie es zu dem Chemie-Unfall am Montag in einer Rheinbacher Firma kommen konnte, ist weiterhin unklar. Nun hat sich das Amt für Arbeitsschutz der Bezirksregierung Köln eingeschaltet.

Die Ermittlungen zur Ursache des Arbeitsunfalls am Montag in Rheinbach laufen weiter. Wie die Pressestelle der Bezirksregierung Köln am Dienstag auf Anfrage des General-Anzeigers erklärte, habe das Amt für Arbeitsschutz der Bezirksregierung am Montag seine Untersuchungen begonnen, diese dauerten allerdings noch an, sagte Dennis Heidel, Pressesprecher der Bezirksregierung.

180 Menschen arbeiten in dem Unternehmen

Am Montagmorgen waren in der Produktionshalle eines Autozuliefererunternehmens im Gewerbepark Nord 300 Liter des giftigen Lösungsmittels Tetrachlorethylen aus unbekannter Ursache umgekippt. Neun Menschen atmeten die Dämpfe der ätzenden Flüssigkeit ein und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. 40 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdiensten hatten sich um die Verletzten gekümmert und das ausgelaufene Gefahrgut mit Granulat gebunden und zur Entsorgung bereitgemacht.

Weil zunächst nicht klar war, wie viele Mitarbeiter die giftigen Dämpfe eingeatmet haben könnten, hatten die Rettungskräfte die Alarmierung „Massenanfall von Verletzten“ ausgelöst. Hintergrund: Nach Unternehmensangaben sind am Rheinbacher Standort der Firma 180 Menschen beschäftigt. 

Produktionshalle in Rheinbach bleibt weiterhin gesperrt

Unklar ist außerdem noch, wie lange die Produktionshalle gesperrt bleiben muss, teilte die Bezirksregierung mit. Mit Chemieschutzanzügen somit Atemschutz waren die Wehrleute in das kontaminierte Gebäude vorgerückt. Da auch Lösungsmittel nicht nur auf den Boden, sondern laut Feuerwehr auch unter die Maschinen gelaufen waren, gestaltet sich die Endreinigung aufwendig.